Wilde Schlösser: Carcassonne – Im Reich der Eulen


Natur und Kultur am Fuße der französischen Pyrenäen: Die Tierwelt rund um und in Carcassonne, einer der ältesten Burgen Europas.

 

Europas Burgen und Schlösser sind weltberühmt – Neuschwanstein, Carcassonne, oder die Alhambra. Weniger bekannt ist die Tierwelt um sie herum – und innerhalb ihrer Mauern. Die Serie entdeckt die wilde Schönheit der Natur, in der die Bauwerke stehen und mit der sie in faszinierender Weise verbunden sind. Denn die Herrscher haben nicht nur die Natur um sich herum verändert – auch die Natur hat mitunter Geschichte geschrieben.

Am Fuße der französischen Pyrenäen liegt eine der ältesten und beeindruckendsten Burgen Europas: Carcassonne. Über Jahrhunderte bauten die verschiedensten Herrscherhäuser diese Burg zu einer der größten Festungen Europas aus. Der Reichtum, der dies ermöglichte, speiste sich dabei immer aus der spektakulären Natur der Region. Noch heute leben in den Bergen um Carcassonne Wildschweine, seltene Wasservögel und selbst in den Gemäuern der Burg leben Echsen und Raubvögel.

Die fruchtbaren Böden und die Sonne Südfrankreichs ermöglichten den Menschen seit jeher reiche Ernten; Salz vom nahen Mittelmeer und eine römische Handelsstraße am Fuße der hohen Bergkette machten die Herrscher der Region reich. Gleichzeitig entstand in diesem Naturparadies eine christliche Bewegung, die Bescheidenheit nicht nur predigte, sondern auch lebte – eine Seltenheit im mittelalterlichen Europa. Die Katharer bauten noch nicht einmal eigene Kirchen, sondern nutzten die Natur selbst als ihre Gotteshäuser und wurden für diese Ketzerei gnadenlos von der katholischen Kirche verfolgt.
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