literaTOUR: Alfred Komarek trifft Franzobel


Alfred Komarek interviewt Schriftsteller-Kollegen und präsentiert neue Bücher. Diesmal: Franzobel und sein packendes Werk “Das Floß der Medusa”.


Fressen oder Gefressen werden – vor dieser Entscheidung standen im Jahr 1816 147 Mann auf dem “Floß der Medusa” vor der Küste Afrikas. Die französische Fregatte Medusa war auf Grund gelaufen und da es zu wenig Platz in den Rettungsbooten gab, wurden diese Menschen auf dem Floß ausgesetzt. Nur 15 von ihnen sollten die zwei Wochen auf offener See überleben.
Alfred Komarek spricht mit Autor Franzobel über sein packendes Werk “Das Floß der Medusa”, das auf der wahren Havarie von 1816 beruht. Franzobel erzählt, wie er sich vom unwissenden “Binnenländer” regelrecht zum Nautiker hoch recherchierte, wie er die Berichte der Überlebenden in französischen Archiven las und dabei mehr und mehr selbst zum Passagier der Medusa wurde. In seinem Roman, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war, geht Franzobel jedoch über eine bloße Schilderung des Schreckens weit hinaus. In seiner Chronologie der Ereignisse fragt er nach Schuld und Systemversagen, Moral und ihrer Rolle im Kampf ums bloße Überleben.
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