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Brauchtum

Heute ist Freitag, der 13. – Sind Sie abergläubisch?

Woher kommt das ungute Gefühl bei der Zahl 13? Und welche Glücksbringer kennen Sie?

Freitag der 13., Aberglaube, Pech
Foto: Andreas Posselt
Woran liegt es, dass so mancher am Freitag den 13. ein mulmiges Gefühl im Bauch bekommt?

Bei vielen Menschen löst Freitag, der 13. ein mulmiges Gefühl aus. Einige verzichten darauf, wichtige Termine an dem vermeintlichen Pechtag wahrzunehmen oder eine Reise anzutreten. Der eine oder andere vermeidet vielleicht sogar, das Haus zu verlassen. Die 13 ist in unseren Breiten eine so gefürchtete Unglückszahl, dass bei vielen Fluglinien die 13. Sitzreihe fehlt oder es in einigen Hotels keine Zimmernummer 13 gibt.

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Woher kommt die Angst vor der Zahl 13?

  • Warum das so ist und die 13 früher im Volksmund sogar den Beinamen Dutzend des Teufels trug, mag zum einen daran liegen, dass im Zwölferzahlensystem (Duodezimalsystem) die 13 die „vollkommene“ 12 überschreitet.

  • Zum anderen mag es daran liegen, dass die Menschen früher nach dem Mond lebten, weshalb das Jahr dreizehn Mondmonate zu je 28 Tagen hatte. Erst mit der Einführung des zwölfmonatigen gregorianischen Sonnenkalenders Ende des 16. Jahrhunderts wurde der 13. Monat quasi abgeschafft und galt deswegen als unerwünscht. Tipp: Hier geht es zum Servus-Mondkalender

  • Die negative Strahlkraft der Dreizehn ist sicher auch auf das Christentum und die Geschichte des letzten Abendmahls zurückzuführen. Denn dort saßen der Überlieferung nach dreizehn Gäste am Tisch, von denen einer, Judas, schließlich Christus verriet, was bekanntlich zu dessen Kreuzigung führte.

  • Doch dass es großes Unglück verheißt, wenn der 13. Tag des Monats auf einen Freitag fällt, war nicht immer so. Denn historisch gesehen, war der Freitag sogar einmal ein „Freu-Tag“, dessen Name sich von der römischen Liebesgöttin Venus ableitet. Erst durch das Christentum wurde aus dem glücksbringenden dies veneris ein unheilvoller Tag, der an die Kreuzigung Jesu am Karfreitag erinnert.

Servus Mondpost

Diese 5 Glücksbringer schützen vor Pech

Wer abergläubisch ist, wird gerade an einem Freitag, den 13. möglichst viel für sein Glück tun und auf die Kraft und Wirkung von Glücksbringern zurückgreifen:

  1. Kleeblatt: Ein vierblättriges Kleeblatt ist sehr selten und gilt daher als Glücksbringer. Wichtig: Es sollte zufällig gefunden werden. Näht man ein vierblättriges Kleeblatt in die Kleidung, ist man angeblich auf seinen Reisen vor Unglück geschützt.

  2. Glücksgroschen: Der Glücksgroschen (oder auch Glückspfennig oder Glückscent) steht stellvertretend dafür, dass dem Besitzer niemals das Geld ausgeht.

  3. Marienkäfer: Die kleinen Tierchen gelten als Boten der Mutter Gottes. Sie sollen Kinder beschützen und Kranke heilen, wenn sie auf einen zufliegen.

  4. Hufeisen: Den metallenen Beschlägen von Pferdehufen werden seit Jahrhunderten Zauberkräfte nachgesagt. Mit der Öffnung nach unten über der Tür aufgehängt, soll den Teufel abhalten, darunter durchzugehen. Wird das Hufeisen mit der Öffnung nach oben montiert, bewirkt dass das Glück nicht wieder herausfällt.

  5. Amulett: Wer ein Amulett bei sich trägt, schützt sich vor Unheil oder dem bösen Blick. Manchen Pflanzen und Kräutern wird eine solche Wirkung nachgesagt. So soll ein Büscherl Salbei gegen Böses wirken – genauso wie Knoblauch oder Weihrauch.

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