Wußten Sie schon? Zirbenduft vertreibt Motten, Zimt lässt Ameisen davonziehen und bei Nelkengeruch machen Wespen schnell die Fliege.

Jeder hatte sie schon mal zu Besuch: Motten, Ameisen, Fruchtfliegen, Wespen. Wie man die ungebetenen Gäste mit einfachen Hausmitteln und ohne den Einsatz von Chemie wieder los wird, verraten wir hier.

1. Zirbenduft gegen Lebensmittel-Motten

Lebensmittelmotten gehören zu den hartnäckigsten Küchenplagen. Erkennbar sind ihre Brutstätten an feinen Gespinsten in undichten Vorratsdosen und offenen Verpackungen von Nudeln, Reis, Mehl oder Müsli. Oft hausen die gelblichen Maden auch in den Bohrlöchern von Regalwänden oder in Schraubverschlüssen von großen Gläsern. Der erste Schritt im Kampf gegen die unliebsamen Mitbewohner: Vorräte entsorgen. Und zwar restlos alle, die auch nur im Entferntesten betroffen sein könnten. Das mag übertrieben wirken, ist aber notwendig. Danach Küchenkästen und Regale gründlich säubern und desinfizieren.

Damit es sich die Motten aber erst gar nicht in der Küche gemütlich machen, sollte man gut vorbeugen: Lebensmittel immer gut verschließen, am besten in Behältern mit Gummiringdichtung. Und eine Duftdose mit Zirbenspänen im Schrank aufstellen (bei Servus am Marktplatz finden Sie eine feine Auswahl an Zirbenduftdosen – gleich hier bestellen). Diese alle zwei bis drei Wochen mit ein paar Tropfen Zirbenöl auffrischen. Der Duft der Zirbel vertreibt die Motten sehr zuverlässig und lässt sie nicht wiederkommen.

2. Essig und Gewürze gegen Fruchtfliegen

Fruchtfliegen sind genügsame Gesellen. Schon ein kleines Stück Obst reicht, um ganze Scharen anzulocken, die sich dann auch noch blitzartig vermehren. Eine Möglichkeit, sie loszuwerden ist die fleischfressende Pflanze Fettkraut, auf deren klebrigen Blättern die Insekten den Tod finden. Oder man stellt eine kleine Schüssel oder eine Fruchtfliegenfalle aus Glas mit einer Mischung aus Wasser, Essig und einen Spritzer Spülmittel auf: Durch Letzteres verliert die Flüssigkeit die Oberflächenspannung, und die vom Essiggeruch angelockten Fliegen versinken und ertrinken.

Auch auf andere Gerüche reagieren die kleinen Brummer empfindlich. Bei Sandelholz- und Basilikum suchen sie verlässlich das Weite, auch eine mit Gewürznelken bestückte Zitrone verfehlt ihre Wirkung nicht.

3. Zimt und Kreide gegen Ameisen

Kaum wird es wärmer, beginnt das große Krabbeln: Die Ameisen finden verlässlich durch jedes noch so kleine Loch den Weg in unsere Küche. Wenn Sie aber geruchsintensive Gewürze wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Nelken oder Zimt auf der Ameisenstraße platzieren, dann haben die Krabbler schnell die Nase voll und suchen das Weite.

Auch ein Kreidestrich an der Unterkante stoppt Ameisen, die eine Wand hinaufklettern wollen. Auf der bröseligen Kreide finden sie keinen Halt. Und denken Sie daran: Jene Ameisen, die uns über den Weg laufen, sind nur ein Bruchteil des jeweiligen Volkes. Es ist also sinnvoller, durch Blockaden den Stamm nach und nach zu vertreiben, als seine Zeit mit der Vernichtung vieler einzelner Insekten zu vergeuden.

4. Kupfer und Nelken gegen Wespen

Im Sommer haben Wespen Hochsaison. Für ein entspanntes Miteinander von Mensch und Insekt sollte man folgende altbewährte Regeln beherzigen: Der Essplatz im Grünen sollte fern von reifen Früchten gewählt werden, denn diese ziehen Wespen magisch an. Sie sollten außerdem sparsam mit Parfum, Deo und duftenden Cremen umgehen. Wespen mögen blumige Düfte.

Was sie hingegen gar nicht mögen: Kupfermünzen am Tisch, eine mit Nelken gespickte Zitrone oder Tücher, die mit Salmiakgeist benetzt sind. Auch Kaffee vertreibt Wespen erfolgreich: Einfach Kaffeesatz trocknen und in einer Schale anzünden. Den Rauch können sie nicht ausstehen.

Erste Hilfe beim Wespenstich: Tupfen Sie die Einstichstelle mit einem heißen Löffel vorsichtig ab. Die Hitze zerstört den im Gift enthaltenen Eiweiß. Je weniger Gift sich in der Haut verbreiten kann, desto geringer ist die Reaktion. Gegen die Schwellung und die Entzündung kann eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich gelegt werden.

Hier zeigen wir, wie unterschiedliche Insektenstiche aussehen, und wie Sie diese erkennen können.

5. Zirben- und Weihrauchduft gegen Gelsen

Wer an einem lauen Sommerabend draußen sitzen möchte, ohne von lästigen Quälgeistern wie Gelsen gestört zu werden, kann sich auch hier natürlich helfen: Die kleinen Blutsauger meiden den Duft von Weihrauch. Tipp: Etwas Zirben-Weihrauch auf die noch glühenden Kohlen im Griller streuen.

Direkt auf Arme und Beine gesprüht schützt ein natürliches Insektenspray für den Körper mit Lavendel und Rainfarn – erhältlich in unserem Onlineshop Servus am Marktplatz. Im Haus kann man sich mit einer Zirbenduftkerze vor den kleinen Steckmücken schützen.

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