Wissenswertes zu Caspar, Melchior und Balthasar und welches Brauchtum uns Gl√ľck f√ľr das neue Jahr verspricht.

Am 6. Jänner feiert die katholische Kirche das Fest der Heiligen Drei Könige und damit das Fest der Erscheinung des Herrn.

Caspar, Melchior und Balthasar

Je nach √úbersetzung berichtet das Matth√§us-Evangelium von Weisen, Magiern oder Astrologen aus dem Osten, die nach Bethlehem kamen, um das neugeborene Jesukind zu suchen. Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrre als Geschenke. Der Volksglauben machte aus den Magiern drei K√∂nige, obwohl die Zahl nicht √ľberliefert ist. Seit dem 6. Jahrhundert werden die Namen der drei Besucher mit Caspar, Melchior und Balthasar angegeben. Caspar bringt die Myrre, Melchior Gold und Balthasar Weihrauch. Im 12. Jahrhundert kam die Interpretation auf, dass Caspar aus Afrika kam, Melchior aus Europa und Balthasar aus Asien.

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Brauchtum zum Dreikönigstag

  • DAS STERNSINGEN

    Die Tradition des Sternsingens geht auf einen mittelalterlichen Brauch zur√ľck, der dazu diente, sich ein Zubrot zu verdienen. Im 20. Jahrhundert wurde dieser Brauch wiederbelebt. Heute gehen meist Kinder und Jugendliche von T√ľr zu T√ľr und sammeln Spenden. Bevor sie weiterziehen, schreiben sie mit der Jahreszahl ‚ÄěC+M+B‚Äú auf den T√ľrstock. Es sind nicht die Anfangsbuchstaben der drei Weisen, sondern bedeutet ‚ÄěChristus Mansionem Benedictat‚Äú (Christus segne dieses Haus).

  • BESUCH VON PEHTRA BABA

    In den Raun√§chten, vor allem in der Nacht auf den 6. J√§nner, zieht in K√§rnten ein altes Weib von Haus zu Haus. Die Pehtra Baba (auch Pechtra Baba) hat ihr Gesicht hinter einem schwarzen Stoff verborgen und tr√§gt ein schwarzes Kopftuch oder einen alten Hut. Hinkend betritt sie das Haus und verlangt W√ľrste. Bekommt sie diese, wird das Haus in diesem Jahr von Ungl√ľck verschont. F√ľr die Kinder gibt es Obst, N√ľsse, R√ľben und S√ľ√üigkeiten.

  • DREIK√ĖNIGSKUCHEN

    Lange bevor der 6. J√§nner als christlicher Festtag gefeiert wurde, hatte er in verschiedenen Kulturen und L√§ndern eine besondere Bedeutung. Er symbolisierte den Beginn des neuen Jahres und in s√ľdlichen Breiten den Beginn der Aussaat. Und so kam die Tradition auf, ein Brot zu backen, in dem eine Bohne versteckt ist. Derjenige, der sie findet, wird mit Gl√ľck gesegnet sein. Heute wird der Dreik√∂nigskuchen aus s√ľ√üem Germteig gebacken. Wer beim Essen auf die Bohne st√∂√üt, ist Bohnenk√∂nig und darf entscheiden, was den restlichen Tag geschieht.

  • R√ĄUCHERN

    Am Dreik√∂nigstag und am Vorabend des 6. J√§nners tragen so einige Hausbewohner glimmenden Weihrauch durch ihre Wohnr√§ume. Der Weihrauchsegen soll Ungl√ľck fernhalten. Daf√ľr sollte man aber jede Ecke ausr√§uchern, damit wieder neue Energie ins Haus zur√ľckkommt.

Wetterregeln zum Dreikönigstag

‚ÄěIst an Dreik√∂nig kein Winter, folgt keiner dahinter.‚Äú
‚ÄěIst‚Äôs an Dreik√∂nig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.‚Äú
‚ÄěDreik√∂nigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Weinerntejahr.‚Äú

Schon gewusst?

Im Greinerwald in Ober√∂sterreich war es Tradition, am Abend vor dem Heiligendreik√∂nigstag einen ‚ÄěDreiseidelsterz‚Äú zu essen. Dieser besteht aus aus 1 Seidel Mehl, 1 Seidel Mohn und 1 Seidel Schmalz – die Hautfarbe der Heiligen Drei K√∂nige symbolisierend.

Einen Sterz richtig zubereiten zu k√∂nnen, galt fr√ľher als ein ‚ÄěWertmesser‚Äú f√ľr die G√ľte einer K√∂chin. Der Sterz muss locker sein, darf aber trotzdem nicht ‚Äěbei den Ohren‚Äú herausstauben‚Äú, d.h., er muss fett genug sein.

Noch heute findet sich in der alten, traditionellen Bauernk√ľche des Alpenlandes die ‚ÄěSterzgabel‚Äú, mit der ein fertiger Sterz auseinandergerissen wurde. Wolfgang Tilp schmiedet diese traditionelle Sterzgabel f√ľr Servus am Marktplatz.

Traditionelle Sterzgabel (Bild: Markus Gradwohl)
Traditionelle Sterzgabel (Bild: Markus Gradwohl)