Ein K├╝chengarten wie damals: Gem├╝se, Kr├Ąuter und Blumen wachsen und gedeihen in trauter Nachbarschaft. Wir zeigen, wie das geht.

1. Gute Erde, viel Sonnenschein und gen├╝gend Wasser

Nutzpflanzen brauchen zum Gedeihen einen n├Ąhrstoffreichen und fruchtbaren Boden, ausreichend Wasser, W├Ąrme und Sonnenschein. Ein offenes Grundst├╝ck, das m├Âglichst den ganzen Tag lang Licht und Sonne bekommt, bietet die besten Voraussetzungen. Gro├če B├Ąume spenden zwar den Gartenbesitzern Schatten, doch Gem├╝se und Kr├Ąuter brauchen davon eher wenig. Genauso wichtig: Sie sollten vor scharfem, kaltem Wind gesch├╝tzt wachsen k├Ânnen.

Kr├Ąuterbeet (Bild: Mauritius)
Auch bei Kr├Ąutern gilt: Nicht alles gedeiht nebeneinander gut. (Bild: Mauritius)

Fast alle Gem├╝searten lieben n├Ąhrstoffreiche, warme B├Âden, die das Wasser gut speichern. Am besten eignet sich ein lehmiger Boden, der sandige und tonhaltige Anteile besitzt. Zur Verbesserung arbeitet man reifen Kompost ein.

Kr├Ąuter haben sehr unterschiedliche Standortanspr├╝che, werden also selten in einem gemeinsamen Beet gl├╝cklich gedeihen. Mittelmeerkr├Ąuter wie Oregano, Majoran oder Rosmarin lieben es trocken und karg. Sie sollten wenig gegossen und kaum ged├╝ngt werden, stauende N├Ąsse vertragen sie gar nicht. Schnittlauch, Gartenpetersilie oder Liebst├Âckel hingegen wachsen auch in k├╝hlen Lagen noch gut und brauchen viel Wasser.

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01. Jul

2. Gute-Beet-Nachbarn

Richtig kombiniert, sch├╝tzen sich Kr├Ąuter und Gem├╝sepflanzen gegenseitig vor Krankheiten und Sch├Ądlingen. Deshalb sollte man bei der Anlage des Beetes Kr├Ąuter nicht extra, sondern inmitten der Gem├╝se setzen. Hervorragend zusammen passen zum Beispiel Bohnenkraut und Fisolen, weil das Kraut dem Befall durch die Bohnenlaus vorbeugt.

Bild: Mauritius
Klug gew├Ąhlte Gem├╝sebeet-Nachbarn sch├╝tzen sich gegenseitig. (Bild: Mauritius)

Auch gut: Dille mit Gurken und Karotten, weil die Dille die Keimf├Ąhigkeit ihrer Nachbarn verbessert. Basilikum setzt man am besten zu Gurken, weil es Insekten anlockt, die Gurkenbl├╝ten best├Ąuben. Und Rosmarin passt zu Karotten und Kohlgem├╝se, da er Kohlwei├člinge und Karottenfliegen abh├Ąlt.

Auch Gem├╝searten k├Ânnen sich gegenseitig unterst├╝tzen, wie etwa Karotten und Lauch, da die Karotte die Lauchmotte fernh├Ąlt. Knoblauch sch├╝tzt benachbarte Tomaten, Gurken und Karotten vor Pilzkrankheiten. Auch Kohl, Tomaten und Sellerie passen bestens zusammen: Kohl wirkt bei Tomaten gegen die Blattfleckenkrankheit und bei Sellerie gegen Rost, Tomaten sch├╝tzen Kohl vor Kohlwei├člingen. Und zwischen den Selleriepflanzen wird Salat und Kohl gepflanzt, da der Salat nach sechs Wochen geerntet werden kann, danach der Kohl, dann kann sich der Sellerie bis zur Ernte im Herbst ausbreiten.

3.Der Trick mit dem Fruchtwechsel

Wer es richtig angehen m├Âchte, achtet auf einen Fruchtwechsel im Beet. Dabei kommt es darauf an, welche Pflanzen zusammengesetzt werden und welche im n├Ąchsten Jahr im selben Beet folgen d├╝rfen. Der Fruchtwechsel minimiert den Befall von Sch├Ądlingen und Krankheiten, n├╝tzt und erg├Ąnzt die N├Ąhrstoffe im Boden optimal.

Gr├╝nd├╝ngung durch Hopfenklee (Bild: Mauritius)
Gr├╝nd├╝ngung durch Hopfenklee (Bild: Mauritius)

Egal ob man einen drei- oder einen f├╝nfj├Ąhrigen Fruchtwechsel macht, das Prinzip ist immer gleich: Im Herbst den Boden gut mit Kompost d├╝ngen, im Fr├╝hjahr starkzehrende Gem├╝se (die also viele N├Ąhrstoffe ben├Âtigen und den Boden stark beanspruchen) pflanzen, wie etwa Tomaten, Paprika, Kohlrabi, Gurken und Salat.

Im n├Ąchsten Fr├╝hjahr werden ohne weitere D├╝ngung Mittelzehrer wie Spinat, Karotten und R├╝ben gepflanzt. Im letzten Jahr schlie├člich folgen Schwachzehrer wie Bohnen und Erbsen. Im Herbst des dritten Jahres wird dann reichlich mit Kompost ged├╝ngt, im n├Ąchsten Jahr beginnt man wieder von vorn.

Oder man macht ein Jahr Pause und setzt Gr├╝nd├╝ngungspflanzen ein. Sie werden im Sommer angebaut, im Herbst geschnitten und in den Boden eingearbeitet. Dort verrotten sie, bringen so Humus in die Erde und verbessern deren Struktur. Im Fr├╝hjahr ist dann wieder das Gem├╝se dran. Gr├╝nd├╝ngungspflanzen sind Schmetterlingsbl├╝tler, Klee, Wicken und Lupinen, Raps, Bienenfreund und Senf.

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