Das Bundesland Steiermark bietet viele herrliche Orte. Entdecken Sie paradiesische Täler, Berggipfel und türkise Seen.

Die Steiermark ist zwar nur das zweitgrößte Bundesland Österreich, dafür aber das grünste und waldreichste. Über 60 Prozent sind bewaldet. Und wer schon immer den geografischen Mittelpunkt Österreichs kennenlernen wollte, der muss in die Steiermark reisen. Denn er befindet sich in Bad Aussee. Nicht weit vom Grundlsee, der neben den folgenden Tipps ebenfalls einen Besuch wert ist.

1. Grundlsee

Der Grundlsee (Bild: Marco Rossi)
Der Grundlsee (Bild: Marco Rossi)

Der Legende nach wohnt ein Wassermann im Grundlsee. Er verriet den Bewohnern den Salzstock im Sandling. Ob er ihnen auch von der faszinierenden Unterwasserwelt des Sees erzählte, ist nicht überliefert. Zerklüftete Canyons gibt es da – und einen bizarren Wald aus versunkenen Bäumen und Mond ähnlichen Kratern, aus denen Quellen sprudeln. Das macht den größten See der Steiermark natürlich zu einem beliebten Revier für Taucher. Und alle, die über Wasser bleiben, genießen im Sommer ein herrliches Bad im klaren Wasser.

2. Der Grimming

Der Grimming (Bild: Pixabay)
Der Grimming

Wer hätte das gedacht: Der höchste frei stehende Berg Europas liegt in der Steiermark. Nahezu unvermittelt erhebt der Grimming sich aus den Ebenen. Mit seinen steil aufragenden, weithin sichtbaren Felswänden bäumt er sich zwischen Ennstal und Salzkammergut zu einer wahrhaft imposanten Erscheinung auf. Kein Wunder, dass ihn die Kelten als Kraftplatz und Sitz der Götter verehrten. Und der Sage nach, verbergen sich hinter dem Felsentor, das südwestlich des Hauptgipfels befindet, gewaltige Schätze.

3. Der Grüne See

Der Grüne See (Bild: Katharina Würdinger
Der Grüne See (Bild: Katharina Würdinger)

Bei Tragöß liegt sie, die Karibik der Alpen. Aber nur im Frühjahr und Frühsommer. Denn dann sorgt die Schneeschmelze dafür, dass der Grüne See sich mit türkis- bis smaragdgrünem und eiskaltem Wasser füllt. Dann erreicht der See eine Länge von bis zu 400 Metern und 200 Metern Breite. Durchschnittlich neun Meter ist das Wasser bei seinem Höchststand tief. Und die glatte Oberfläche spiegelt die Felswände und den Wald rundherum. Doch wohl am faszinierendsten ist, dass er für kurze Zeit die Ausflugsbankerln und kleinen Brücken mit seinem Wasser verschlingt.

4. Das Krakautal

Das Krakautal (Bild: Michael Reidinger)
Das Krakautal (Bild: Michael Reidinger)

Quasi einen Stock oberhalb vom Murtal liegt ein Paradies versteckt. Zwischen 1.100 und 1500 Meter Seehöhe liegt das Krakautal. Hier ist es so beschaulich, dass sich beim Besucher schlagartig innere Ruhe breitmacht – wenn man an einem quellfrischen Bacherl entlangspaziert oder einen malerischen See erkundet. Zum Beispiel den mysteriösen Schattensee. Hier gehts zum Video.

5. Der Teufelstein

Der Teufelstein (Bild: TVB Steiermark)
Der Teufelstein (Bild: TVB Steiermark)

Wer von Fischbach aus dem Weg durch den dichten Fichtenwald hinauf zum Almtor folgt, sieht ihn zwischen Schanzsattel und Alpl vor sich liegen: den wohl merkwürdigsten Gipfel der Steiermark. Ihn bilden drei Felsblöcke aus Glimmerschiefer, die zusammen rund sechs Meter in die Höhe ragen. Der Sage nach wollte Luzifer hier eine Leiter in den Himmel bauen. Sie gelang ihm nicht, der Teufelstein ist Zeuge seines Versuchs.

6. Der Toplitzsee

Der Toplitzsee (Bild: Marco Rossi)
Der Toplitzsee (Bild: Marco Rossi)

Wenn man mit der Plätte über den Toplitzsee fährt, kann man gar nicht glauben, dass es unter einem 106 Meter tief heruntergeht. Da sich das Wasser seit der letzten Eiszeit nicht mehr durchmischt hat, gibt es ab 18 Meter Tiefe auch keinen Sauerstoff. Trotzdem ist der See sehr fischreich. Die Toplitzer Saiblinge bleiben einfach weiter oben. Die Tiefe des Sees verleitete auch im Mai 1945 die Nazis Beweismaterial zu versenken. So gingen hier Druckpressen und falsche Pfundnoten baden, bevor die Alliierten anrückten. Einige Schatzsucher glauben auch heute noch an einen großen Nazi-Schatz am Grund des Sees.

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