Wenn draußen alles sprießt und grünt, steht auch uns der Sinn nach Erneuerung. Wir putzen, räumen auf, ordnen – und gewinnen so mehr Platz. Im Zuhause und im Kopf.

Wenn wir heute darunter stöhnen, dass uns alles über den Kopf wächst, ist es nur zu offensichtlich, woran es fehlt – nämlich an der Ordnung. Zugegeben, das Wort ist ein wenig aus der Mode gekommen. Es klingt nach Pflicht und Mühsal und ganz sicher nicht nach der herbeigesehnten Leichtigkeit des Seins.

Und doch bringt sie uns genau diesem Zustand näher. Studien zufolge besitzt jeder von uns zwischen 10.000 und 15.000 Dinge. Alles Dinge, die nicht nur unsere Schubladen, Schränke und Wohnungen füllen, sondern auch unserem Geist die Flügel stutzen. Nicht an allen hängt unser Herz, oft verbindet uns nur die Gewohnheit oder das Unvermögen, sich von langjährigen Wegbegleitern zu trennen.

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13. Feb

Ausmisten leicht gemacht

  • Wenn die Tage länger werden und es draußen warm ist, fällt es uns leichter, loszulassen und von Dingen zu trennen.
  • Wer sich nur schwer von Dingen trennt, fängt am besten mit Sachen an, die ihm nicht am Herzen liegen. Zeitungspapier, Schraubgläser und andere unpersönliche Gegenstände sind leichter weggegeben.
  • Beim Aufräumen auf das richtige Maß achten. Wer jeden Tag eine Viertelstunde seiner Zeit dafür aufbringt, um zum Beispiel eine Schublade zu sortieren, hat am Wochenende schon viel geschafft.
  • Weggeben ist leichter als wegwerfen: Karitative Einrichtungen freuen sich über Dinge, die man nicht mehr mag oder gebrauchen kann. Auch ungeliebte Erbstücke sind dort besser aufgehoben als daheim auf dem Dachboden. Und: Für die Erinnerung reicht ein Stück vollkommen aus.
  • Wenn die Speisekammer überquillt, hilft es, einen Monat lang nur mit seinen Vorräten zu kochen: Auch Zusammengewürfeltes kann gut schmecken.
  • Jedes Ding sollte einen fixen und vor allem logischen Platz haben. Wer das Silberbesteck im Keller hortet, wird es nie verwenden.

Ordnung im Kleiderschrank

Aufräumen im Kleiderschrank (Foto: Michaela Gabler)
Auch Schachteln passen gut in das aufgeräumte System. Hier lassen sich Socken, gerollte Gürtel und kleine Wäschestücke verstauen.

Von lang auf kurz, von dunkel auf hell und – wenn es die Garderobe hergibt – in einer Farbwelt bleibend: Das ergibt Struktur und Übersicht im Kleiderschrank. Werden die einzelnen Kleidungsstücke zusätzlich an Bügel der gleichen Art gehängt, wirkt alles noch einmal ordentlicher.

Kleiderkasten ausmisten: Im Kleiderschrank schlummert viel Ungetragenes. Um sich einen Überblick zu verschaffen, befestigt man ein Band auf der Kleiderstange. Was getragen wurde, wird rechts davon aufgehängt, alles andere bleibt links hängen. Alle Kleidungsstücke, die nach einem halben Jahr nicht die Seite gewechselt haben, sollten überdacht werden.

Ordnung im Küchenkastl

Aufräumen im Küchenkasten (Foto: Michaela Gabler)
Holzkisten schaffen zusätzliche Stellflächen im Küchenschrank; so bleibt kein Eck ungenutzt, und man hat alle Vorräte im Blick.

Lebensmittel wie Bohnen, Linsen, Gewürze, Zucker und Mehl kommen in den unterschiedlichsten Behältnissen ins Haus und sorgen leicht für Chaos im Küchenschrank.

Am besten füllt man den Inhalt in gleichartige Einmach- oder Aufbewahrungsgläser um. Das hat neben der Optik einen weiteren Vorteil: Alles bleibt trocken und frisch, und Lebensmittelmotten beißen sich die Zähne aus.

Tipps von Regina Halbauer (dieschrankfluesterin.com). Die Autorin hilft Menschen beim Sichten und Sortieren ihrer Habseligkeiten.

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