3 Tipps, wie Sie einen bienenfreundlichen Garten anlegen. Plus: Welche Blumen und StrÀucher bei Bienen besonders beliebt sind.

Auch wenn wir in unseren GĂ€rten fleißig sĂ€en und pflanzen, alles hegen und pflegen: Wir sind auf Hilfe angewiesen. Soll eine Pflanze Samen und FrĂŒchte hervorbringen, mĂŒssen BlĂŒten zuvor bestĂ€ubt und Pollen verteilt werden. Zwar hilft dabei auch der Wind, der grĂ¶ĂŸte Teil dieser Arbeit aber wird von Bienen ĂŒbernommen. Sie sind die verlĂ€sslichen BestĂ€uber, die dafĂŒr sorgen, dass wir Erdbeeren, Kirschen oder Paradeiser ernten können.

Der ideale Bienengarten

Mit einem biologisch bewirtschafteten Garten ohne Chemie- oder Pestizideinsatz legt man den Grundstein, um den Bienen und sich selbst Gutes zu tun. Die Auswahl der StrĂ€ucher, Stauden und Blumen hilft, dass die Tiere fast das ganze Jahr Nahrung finden. Wichtig ist: Im Garten fĂŒr ein konstantes Insektennahrungsangebot sorgen und darauf achten, dass von Februar bis Oktober BlĂŒten vorzufinden sind.

1. Blumenwiese statt Rasen

Lassen Sie in Ihrem Garten statt eines manikĂŒrten Rasens lieber eine bunte Wiese mit vielen, zu unterschiedlichen Zeiten blĂŒhenden Blumen und KrĂ€utern wachsen. Löwenzahn, Ehrenpreis, Weißklee, Schafgarben, Wiesenmargeriten, Flockenblumen, Wilde Möhre, Klatschmohn, Wiesenglockenblumen und Wiesenbocksbart sind nur einige der BlĂŒten, an denen sich die Tiere laben.

Garten fĂŒr Bienen: Blumenwiese (Bild: Mauritius Images)

Wer eine solche Blumenwiese darĂŒber hinaus nicht stĂ€ndig, sondern bloß zweimal im Jahr mĂ€ht, schafft ausgezeichnete Lebensbedingungen fĂŒr Bienen und Hummeln.

Servus-Tipp: Auch Wohnungsbesitzer können den Bienen helfen. Wer auf seinem Balkon verschiedene KrĂ€uterarten wie Oregano, Lavendel oder Thymian wachsen lĂ€sst, schafft bereits eine brauchbare Nahrungsgrundlage fĂŒr in der Gegend lebende Bienen und Hummeln. Kommt dazu noch das eine oder andere Blumenkisterl – befĂŒllt etwa mit Glockenblumen oder LöwenmĂ€ulchen –, ist der Tisch fĂŒr hungrige Bienen noch etwas reicher gedeckt.

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2. Bunte Hecken

Ein Garten muss nicht wie ein aufgerĂ€umtes Wohnzimmer aussehen. So sollten etwa Hecken nicht zu streng in Form geschnitten sein und auf zu engem Platz wachsen mĂŒssen, sondern aus mehreren fruchttragenden und zu verschiedenen Jahreszeiten blĂŒhenden Pflanzen bestehen.

Garten fĂŒr Bienen: Brombeere (Bild: Pixabay)

Neben Heckenkirsche, Kornelkirsche (Gelbem Hartriegel) und Weißdorn eignen sich auch Himbeere oder Brombeere. Und idealerweise blĂŒhen dazu noch im Unterwuchs Veilchen und Lungenkraut.

3. Unterkunft fĂŒr Wildbienen

Auch das Schaffen von Nistmöglichkeiten lockt Bienen in den Garten. FĂŒr den Bau eignen sich morsches Holz, gebĂŒndelte BambusstĂ€be, Hohlziegel und Holz mit Bohrlöchern. Wichtig ist, dass verschieden dicke, nach hinten geschlossene Bohrlöcher vorhanden sind. In Löchern mit Durchzug siedeln sich nĂ€mlich keine Insekten an.

Nistkasten fĂŒr Wildbienen (Bild: Michaela Gabler)

Die Nisthilfen mĂŒssen an einem sonnigen, vor Regen geschĂŒtzten Ort platziert werden. In einem naturnahen Garten finden sich immer auch natĂŒrlich vorhandene NistplĂ€tze, die von den verschiedenen Wildbienenarten auch gern besiedelt werden, etwa eine ruhige, sonnige Gartenecke mit sandigen FlĂ€chen und Totholz oder eine unverputzte, gut besonnte Mauer.