Die Heilstoffe der Birke entwÀssern den Körper, beleben die Kopfhaut und wirken sogar gegen Karies.

Servus-Expertin Karin Buchart

Karin Buchart schreibt regelmĂ€ĂŸig fĂŒr servus.com und teilt ihr Expertenwissen rund um ErnĂ€hrung, KrĂ€uter und Heilpflanzen.

  • Birke hilft bei: Gicht, Rheuma, Harnwegserkrankungen, Schuppenflechte
  • Wirkung: entwĂ€ssernd, blutreinigend, entzĂŒndungshemmend, belebend
  • Heilanwendung: Tee, Tinktur, Haarwasser, NahrungsergĂ€nzung, Saft
  • Innerliche Anwendung: Ein Tee aus BirkenblĂ€ttern spĂŒlt den Körper perfekt durch und hat positive Effekte bei Rheuma und Gicht. Dazu vier Esslöffel der getrockneten BlĂ€tter in zwei Litern Wasser aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Am besten vormittags trinken! StĂ€rkend wirkt Birken-Tee, wenn man ihn tĂ€glich, drei bis vier Wochen lang, als FrĂŒhjahrskur trinkt. Das Birkenwasser, das aus dem Stamm gewonnen wird, gilt als entzĂŒndungshemmend und entwĂ€ssernd.
  • Äußerliche Anwendung: Birken-Tee kann auch als Tonikum gegen Hautunreinheiten eingesetzt werden, es fördert zudem die Durchblutung der Kopfhaut.

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  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Der Volksname „Nierenbaum″ sagt viel ĂŒber die HeilkrĂ€fte der Birke aus. BirkenblĂ€tter können die Nieren so stark anregen, dass um zehn Prozent mehr FlĂŒssigkeit ausgeschieden als aufgenommen wird. Aus Birkenrinde lĂ€sst sich auch der Zuckeraustauschstoff Xylit gewinnen, der den Blutzucker kaum berĂŒhrt und vor allem fĂŒr Diabetiker geeignet ist, da er Insulin-unabhĂ€ngig verstoffwechselt wird. Birkenzucker wirkt zusĂ€tzlich gegen Bakterien, Hefen und sogar Karies.
  • Botanische Merkmale: Birken haben eine leuchtend weiße Rinde und hellgrĂŒne BlĂ€tter. Wenn sich die Rinde schĂ€lt, kommt eine schwarze, harte Borke zum Vorschein. Die BĂ€ume erreichen einen Kronendurchmesser von bis zu 30 Metern. Die BlĂ€tter sind auffallend dĂŒnn, unten heller als oben und an der OberflĂ€che oft klebrig.
  • Geschichte: Die Birke wird auch Betula pendula (HĂ€ngebirke) und Betula pubescens (Moorbirke) genannt. Sie war einer der ersten BĂ€ume, der sich nach der Eiszeit in Mittel- und Nordeuropa ansiedelte. Die Germanen verwendeten Birkensaft als Schönheits- und StĂ€rketrank. Aus der jungen Rinde fertigte man Matten und Taschen. Der bekannte AlpenĂŒberquerer Ötzi trug einen Becher aus Birkenrinde bei sich. Birkenharz gilt zudem als einer der Ă€ltesten Kaugummis.