Tirols erste Latschenölbrennerei – Brüder Unterweger aus Osttirol – besteht bereits seit dem Jahr 1886 und destilliert bis heute in einem technologisch ausgereiften Verfahren die reinsten ätherischen Koniferenöle, die auf dem Markt zu bekommen sind. Plus: ✅ Onlineshop.

Osttirol – mitten in den Alpen Österreichs gelegen – ist reich an Naturschönheiten und – schätzen. Ab etwa 1.000 Höhenmeter und weit hinauf bis auf rund 2.200 m wächst die Latschenkiefer, ein widerspenstiges Krummholzgewächs, das sich im rauen Klima des Hochgebirges besonders wohl fühlt. Wanderer und Bergsteiger wissen, abseits von Wegen und Steigen ist ein Durchdringen des Latschengürtels praktisch unmöglich, aber dafür steigt von den immergrünen Nadeln, der Rinde, den Zapfen und vor allem vom Harz der Pflanzen ein wunderbarer Duft auf, der sich noch verstärkt, wenn man Pflanzenteile in der Hand zerreibt.

Latschenkiefer

Zwei Brüder mit Unternehmergeist

Die Brüder Ignaz und Johann Unterweger wuchsen mitten in den Bergen Osttirols auf. Im Jahr 1886 hatten sie die zündende Idee: Warum nicht diesen Duft aus den Latschen gewinnen und in Fläschchen füllen, so dass man ihn auch mit nach Hause nehmen kann? Eine entsprechende Brennerei war schnell entworfen – ähnlich einer Schnapsbrennerei.
Tatsächlich gelang es den Brüdern aus einer Unmenge an klein geschnittenen Latschenzweigen ein paar Tropfen an reinem ätherischen Öl zu gewinnen – eine kleine Sensation, die sie sich nicht scheuten, in die Welt hinaus zu tragen: Bereits 1889 vertraten die Brüder Unterweger ihr Produkt auf der Weltausstellung in Barcelona – und das Familienunternehmen füllt seither höchst erfolgreich diese Marktnische.

Ideenreichtum schafft Arbeitsplätze

Heute, im Jahr 2019, führen Michael und Stefan Unterweger den Betrieb – und das bereits in vierter Generation! In den Firmenstandort im Osttiroler Pustertal, in Assling, wird laufend investiert. Mit dem „Vitalpinum“ hat die Firma eine richtige Wohlfühloase geschaffen, in der man neben dem Zirbenkraftplatz und dem Heilkräuterfeld auch eine originalgetreue Schaubrennerei besichtigen kann.

Wer die schöpferische Kraft der Natur in ihrem Element lässt, wird elementare Wohlfühl-Qualitäten daraus schöpfen – das ist das reinste Geheimnis – garantiert!

Stefan Unterweger

Lag in den Anfangsjahren der Firma das Hauptaugenmerkt auf dem Latschenkieferöl, kamen nach und nach weitere Koniferenöle – vor allem das begehrte Zirbenöl – hinzu. Der Unternehmergeist liegt aber ganz klar in der Familie, ab Mitte der 1960er-Jahre wurden bei Unterweger auch Kosmetik hergestellt. Besonders begehrt waren von Anfang an Franzbranntwein und Badezusätze, inzwischen reicht die Palette von hochwertigen Cremes bis zu Massageölen. Am beliebtesten sind die Pflegeprodukte mit Zirbe, die harmonisierend und entspannend wirken. Doch auch Neuheiten, wie die Naturkosmetikserien „Hanf“ für empfindliche Haut und „Sport“ für Aktive, werden europaweit exportiert. Am heimischen Standort konnte das Unternehmen mittlerweile mit Labor, Forschung, Produktion, Logistik und Verwaltung rund 60 Arbeitsplätze schaffen.

Die Kraft liegt in der Natur

Ein wesentlicher Pfeiler und Erfolgsgarant des Unternehmens war und ist die Naturverbundenheit. Die Pflanzen für die Produktion der Öle stammen zum Großteil direkt aus der Region, wobei die Entnahme von Nadelhölzern, wie Zirbe, Latsche, Kiefer oder Tanne immer in direkter Absprache mit der Forstbehörde passiert.

Den Boden achten, die Natur atmen lassen.

Stefan Unterweger

Denn davon sind die Brüder Unterweger überzeugt: Nur, wenn man der Natur mit Respekt und Achtung begegnet, ist sie auch bereit, einen Teil ihrer unbändigen Kraft weiter zu geben.

Immer sprühbereit: Der Zirbenraumduft im Zerstäuber aus Zirbenholz

Den Zerstäuber aus Zirbenholz mit dem Zirben-Raumduft gibt es im Onlineshop Servus am Marktplatz.