GĂ€rtner Johannes KĂ€fer erklĂ€rt, wie man den BuchsbaumzĂŒnsler rechtzeitig erkennt und in den Griff bekommen kann.

GĂ€rtner Johannes KĂ€fer (Bild: Roland Vorlaufer)

Johannes KĂ€fer schreibt regelmĂ€ĂŸig fĂŒr servus.com und teilt sein Expertenwissen rund um Flora & Fauna.

Vielen Gartenliebhabern wird es beim ErwĂ€hnen des BuchsbaumzĂŒnslers, die Haare aufstellen. Besonders dann, wenn einzelne schöne, alte, in Form geschnittene, Pflanzen bereits auf „Putz und StĂ€ngel“ aufgefressen wurden. Oder wenn gar von ganzen Hecken und Einfassungen nur mehr kahle Äste und Zweige ĂŒbrig sind.

Wenn das schon passiert ist, können Sie nur noch neue Pflanzen setzen oder die alten ersatzlos entsorgen. Wenn Sie, oder besser gesagt, Ihr Buchs bisher noch verschont geblieben sind, kann ich Ihnen einige Tipps geben, wie Sie diesen SchÀdling im Falle eines Auftretens, bekÀmpfen können:

Das Wichtigste bei dieser gefrĂ€ĂŸigen Raupe, ist die FrĂŒherkennung.

Johannes KĂ€fer

RegelmĂ€ĂŸige Kontrolle

Das Wichtigste bei dieser gefrĂ€ĂŸigen Raupe, ist die FrĂŒherkennung, denn bemerken Sie erst die kahl gefressenen Stellen, ist die BekĂ€mpfung recht schwierig und die SchĂ€den schon sehr groß.

  • Kontrollieren Sie regelmĂ€ĂŸig die Pflanzen hauptsĂ€chlich in den inneren Bereichen, denn dort beginnt der ZĂŒnsler seine FraßtĂ€tigkeit.
  • Eindeutige Indizien, die den SchĂ€dling verraten, sind Gespinste mit schwarz-grĂŒnen KotkrĂŒmeln.
  • Wenn Sie die entdeckt haben, können Sie auch gleich nach der Raupe Ausschau halten, die Sie aufgrund der gelb-grĂŒnen FĂ€rbung, nicht gleich auf den ersten Blick entdecken.
  • Wenn ein sehr starker Befall auftritt, kann man bei absoluter Ruhe die Tiere auch hören. Das große Fressen verursacht leise, knacksende GerĂ€usche, die bei genauem Hinhören erkennbar sind.

Diese Mittel helfen bei ZĂŒnsler-Befall

Ein starker RĂŒckschnitt alleine behebt das Problem nicht wirklich, denn nach einem Neuaustrieb kann jederzeit wieder ein Befall stattfinden. Gute Hausmittel zur BekĂ€mpfung sind mir noch nicht bekannt, dazu gibt es diesen SchĂ€dling erst zu kurze Zeit bei uns.

Die BekÀmpfung ist auch biologisch möglich:

  • Bei dem Bio-Produkt handelt es sich um das Mittel XenTari, der Wirkstoff dieses PrĂ€parates ist ein Bazillus, welcher die Raupen infiziert und abtötet.
  • Dieses Mittel wird in Wasser aufgelöst und gespritzt.
  • Eine noch bessere Wirkung erzielen Sie, wenn Sie etwas Zucker beimengen. Durch die SĂŒĂŸe finden die Tiere schneller die BlĂ€tter, die mit dem Mittel behandelt sind.
  • Mit Neem-Öl-Produkten, die ebenfalls bio sind, werden auch sehr gute Erfolge erzielt.
  • Je kleiner die Raupen sind, umso empfindlicher sind sie gegen biologische Mittel. Kurz vor der Verpuppung sind sie allerdings recht widerstandsfĂ€hig.
  • GrundsĂ€tzlich sollten Sie alle Mittel mit hohem Druck in das Innere der Pflanze ausbringen, um die Raupen an allen Pflanzenteilen zu erreichen.
  • Wiederholen Sie die Spritzung noch zweimal im Abstand von sieben bis zehn Tagen.
  • Abgefressene Buchsbaumpflanzen mĂŒssen Sie nicht gleich entsorgen, in den meisten FĂ€llen treiben die Pflanzen wieder aus. Ein RĂŒckschnitt fördert den Neuaustrieb.