Was Honig, Salz, Maisstärke und Zucker gemeinsam haben? Sie kennen kein Ablaufdatum. Bei richtiger Lagerung sind sie unverderblich.

1. Zucker und Kandiszucker

Warum purer Zucker nicht schlecht werden kann? Ganz einfach: Zucker entzieht jedem Schimmelpilz oder Bakterium das Wasser, die Mikroorganismen haben keine Lebensgrundlage mehr und sterben. Weil sich Bakterien nicht davon ernähren können, lassen sie ihn folglich auch in Ruhe. Einzig Feuchtigkeit und Wasser können Zucker etwas anhaben. Jedoch verdirbt er davon nicht, sondern verklumpt nur. Kühl, trocken und dunkel gelagert hält er ewig.

2. Honig

Honig – so gesund er ist – besteht hauptsächlich aus Saccharose und ist somit wie der bereits angesprochene Zucker ewig haltbar. In Sachen Lagerung gilt es zu beachten: Honig mag es kühl und trocken, Fremdkörper tun ihm gar nicht gut. Vor allem auf Flüssigkeiten reagiert er sauer. Tipp: Kristallisierter Honig wird wieder flüssig, wenn man ihn für einige Zeit in das warme Backrohr stellt.

3. Maisstärke

Maisstärke rettet zu dünn geratene Saucen und auch beim Backen erweist dieses feine Pulver flaumige Dienste. Bewahrt man es verschlossen, dunkel und kühl gelagert auf, kann das aus Maiskorn gewonnene Bindemittel nicht verderben.

4. Weißer Reis & Wildreis

Dass Reis nicht gleich Reis ist, macht sich nicht nur an Farbe und Geschmack bemerkbar. Auch die Haltbarkeit variiert. Brauner Reis oder Vollkornreis haben einen höheren Fettgehalt und können durchaus verderben. Während weißer Reis aber auch Wildreis ewig haltbar sind. Die ideale Lagerung für Reis ist gut verschlossen und möglichst dunkel.

5. Salz

Wie soll etwas, das es schon immer auf dieser Welt gibt, ein Ablaufdatum haben? Eben. Wir halten fest: Salz ist ewig haltbar. Jedoch nur dann, wenn es pur ist. Aromatisiertes oder mit Kräutern versetztes Salz ist durchaus verderblich. Salz sollte man übrigens trocken lagern. Bei Feuchtigkeitszufuhr oder zu hoher Luftfeuchtigkeit klumpt es, büßt aber nichts an seiner Würzkraft und seinem Geschmack ein.

6. Schnaps

Hochprozentiges ist genau genommen kein Lebensmittel, aber auch Schnaps zählt zu den ewig Haltbaren. Selbst geöffnete Flaschen brauchen Jahre, bis sie an Aroma einbüßen. „Alter“ Schnaps kann so immer uneingeschränkt als Basis für selbst gemachte Kräutertinkturen verwendet werden.

7. Wasser in Glasflaschen

In Glasflaschen abgefülltes Wasser ist bis in alle Ewigkeit haltbar. In Plastikflaschen hingegen nicht. Das liegt an den im Plastik enthaltenen Weichmachern. Diese wandern nach einer gewissen Zeit in das darin abgefüllte Wasser und machen es ungenießbar.

8. Weißweinessig (destilliert)

Reiner Weißweinessig ist der beste Beweis, dass Säure konserviert. Da er einen höheren Säuregehalt als andere Essigsorten hat, haben Bakterien keine Chance. Anders sieht die Sache bei aromatisiertem Weißweinessig aus oder Produkten, die mit Fruchtzusätzen verfeinert wurden. Lagern sollten Sie Weißweinessig gut verschlossen an einem dunklen, kühlen Ort.