10 Tage nach Pfingsten ist Fronleichnam. Doch was feiern wir eigentlich an diesem katholischen Feiertag?

Wer in Österreich und im Süden Deutschlands lebt, der hat 10 Tage nach Pfingsten einen weiteren freien Tag. Fronleichnam steht im Kalender. Doch was wird da eigentlich gefeiert? Fronleichnam ist einer der wichtigsten Feiertage der katholischen Kirche. An diesem Tag erinnern die Katholiken an die Anwesenheit Jesu in Gestalt von Brot und Wein bei jeder Messe. Als sichtbares Zeichen für die wirkliche Gegenwart Christi wird das eucharistische Brot, die Hostie, in der Monstranz – einem Gefäß, das die Hostie meist hinter Glas in einem Strahlenkranz sichtbar macht – unter einem über vier Stäben gespanntem Tuch, dem sogenannten „Himmel“ durch die Straßen getragen. Oder über den See, wie im österreichischen Hallstatt.

Kinder opfern zu Fronleichnam Blüten in Hallstatt (Bild: Paul Kranzler)
Kinder opfern zu Fronleichnam Blüten in Hallstatt.

Feierliche Umzüge

Die Prozessionen sind als Segenshandlungen zu verstehen, bei denen nicht nur Ortschaften und Felder, sondern vor allem die Menschen gesegnet werden. Der Prozessionszug macht üblicherweise an vier Stationen – diese stehen für die vier Himmelsrichtungen – halt. An jeder Station wird aus dem Evangelium vorgelesen und der eucharistische Segen erteilt. Bei vielen Prozessionen gibt es Blumenopfer. So streuen Kinder Blütenblätter auf den Weg. In manchen Orten Kärntens und der Steiermark legen die Frauen am frühen Morgen Blumenteppiche mit mosaikartigen Mustern, Sinnbildern und Sprüchen aus Blüten.

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