6 Ideen, wo sich unsere stacheligen Freunde im Winter einigeln können. Plus: Tipps, wie Sie Igeln in Not helfen.

Zeit zum Schlafengehen

Von Oktober bis Ende März hält der Igel Winterschlaf. Wer ihm dabei helfen will, lässt am besten ein paar Laub- und Asthaufen in einer geschützten Ecke im Garten stehen. Daraus kann sich das Tier selbst ein wärmendes Heim bauen. Auch Reisig und lockere Steinansammlungen, Baumwurzeln oder hohle Stämme bieten dem Igel ein geeignetes Zuhause. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch ein spezielles Igelhaus aus Ton, Holz oder Stroh aufstellen.

Igeln beim Überwintern helfen: Igelhaus aus Holz (Bild: Mauritius Images)
Ein Igelhaus bietet nicht nur im Winter Schutz. Fühlt sich der Igel wohl, wird er es ganzjährig bewohnen und dort eventuell auch seinen Nachwuchs aufziehen.

Das ideale Igel-Häuschen

Igeln beim Überwintern helfen: Igelhaus bauen (Bild: Mauritius Images)
Das Igelhaus sollte immer an einer ruhigen, gut geschützten Stelle im Garten aufgestellt und mit Laub abgedeckt werden.

Der Unterschlupf für das Tier sollte Innenmaße von mindestens 30 × 30 × 30 cm und ein Einschlupfloch von mindestens 10 × 10 cm haben. Es wird versteckt unter Büschen aufgestellt und mit Laub, Reisig oder Rasensoden bedeckt.

Igeln beim Überwintern helfen: Igelhaus aus Holz (Bild: Mauritius Images)
Das Haus sollte mit Laub gefüllt sein. Die Verrottung der Blätter erzeugt auch an kalten Tagen wärmende Energie.
Igeln beim Überwintern helfen: Igelhaus aus Weide (Bild: Mauritius Images)
Dieses geflochtene Igelhäuschen bietet auch einen guten Schutz gegen räuberische Katzen und Marder.

Igel in Not: Was tun?

Findet man ein Igelbaby ohne Nest und ohne Mutter, mit geschlossenen Augen und Ohren, das sich kühl anfühlt, sollte man schnell einen Tierarzt rufen.

Ist das Tier schon erwachsen, kann man selbst Erste Hilfe leisten:

  • Handtuch als Schutz. Ist der Igel mager, rollt er sich nicht ein, faucht nicht und flüchtet nicht, kann man ihn mit einem Handtuch hochheben und mit ins Haus nehmen.
  • Igel-Notbett. Betten Sie ihn in eine Schachtel mit Zeitungspapier (kein Laub oder Stroh) und untersuchen Sie ihn auf Verletzungen und Parasiten. Sollte das Tier von Fliegeneiern, Maden, Flöhen oder Zecken befallen sein, befreien Sie es davon mit einer Pinzette. Bitte keinesfalls baden.
  • So bestimmen Sie das Geschlecht. Streichen Sie dem Igel sanft über den Rücken, bis er sich ausrollt. Wenn Sie meinen, einen „Nabel“ zu erkennen, ist es ein Männchen. Bei einem Weibchen ist nichts zu sehen. Entpuppt sich der Patient als säugende Igel-Mama, sollten Sie schnell nach dem Nest suchen, damit die Babys nicht verhungern.
  • Wärmeflasche für den Bauch. Fühlt sich der Igel auf der Bauchseite kalt an, dann legen Sie ihn auf eine handwarme Wärmflasche und decken Sie ihn zu.
  • Geeignetes Futter. Bieten Sie Wasser und Futter an: Geeignet sind Katzen- oder Hundefutter ohne Gelee und Eierspeise ohne Salz. Bitte geben Sie dem Tier kein Obst, Gemüse oder Milchprodukte.
  • Nach dieser Erstversorgung gehört der Igel zum Tierarzt.
Igeln beim Überwintern helfen: Igel füttern (Bild: Mauritius Images)