Gegen dunkle Gedanken und wunde Haut ist ein Kraut gewachsen: das Johanniskraut.

Servus-Expertin Karin Buchart (Bild: Roland Vorlaufer)

Karin Buchart schreibt regelmäßig für servus.com und teilt ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen.

  • Johanniskraut hilft bei: Stimmungstiefs, Verbrennungen, Neurodermitis.
  • Eigenschaften: stimmungsaufhellend, wundheilend, entzĂĽndungshemmend.
  • Heilanwendung: Tee, Ă–l-Auszug, Tinktur.
  • Innerliche Anwendung: Als Tee oder Tinktur eingenommen kann Johanniskraut in den dunklen Monaten den Lichtmangel etwas ausgleichen und als sanfter Stimmungsaufheller wirken.
  • Ă„uĂźerliche Anwendung: Johanniskrautöl lindert Hautunreinheiten, macht trockene Haut wieder elastisch und sorgt fĂĽr schönere Narbenbildung.

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  • Merkmale: Weltweit gibt es 400 Johanniskraut-Arten. Zerreibt man die BlĂĽten oder Knospen zwischen den Fingern, sollte das darin enthaltene Sekret dunkelrot auf die Finger abfärben. Das deutet darauf hin, dass es sich um eine Gattung handelt, die medizinisch wertvolle Inhaltsstoffe enthält. Das besonders wirksame Echte Johanniskraut erkennt man auch daran, dass es als einziges einen zweikantigen Stängel aufweist. Die Blätter zeigen – gegen das Licht gehalten – runde Bläschen, das sind die Ă–ldrĂĽsen mit dem roten Hypericin.
  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Wissenschaftlich belegt ist, dass Johanniskrautöl EntzĂĽndungen hemmt und die Wundheilung fördert. Die enthaltenen Hypericine arbeiten gegen Viren, das Hyperforin bekämpft Bakterien. Die Wirkstoffe in Johanniskraut sorgen weiters dafĂĽr, dass Neurotransmitter wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin länger im synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen bleiben und nicht so schnell in die Zellen aufgenommen werden. So wirken sie länger und sorgen fĂĽr Gelassenheit und bessere Laune. Bei natĂĽrlichen PflanzenauszĂĽgen (Tee, Ă–lauszug, Tinktur) wurde diese Sensibilisierung jedoch nicht beobachtet.
  • Geschichte: Johanniskraut begleitet die Menschen seit der Antike. Dioskurides empfahl die reife Frucht gegen Ischias und den Johanniskraut-Umschlag gegen Brandwunden. Paracelsus meinte, es sei nicht möglich, eine bessere Arznei fĂĽr Wunden zu finden.

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