Auf einen Blick: Die richtige Teemenge, Wassertemperatur und Ziehzeit.

Eine Tasse guter Tee sorgt zugleich für Wärme, Wohlbefinden und Ruhe. Der Duft entspannt und man hat das Gefühl, Körper und Geist etwas Gutes zu tun. Damit der Tee auch gut schmeckt und sich seine Wirkstoffe vollständig lösen, sollte man bei der Zubereitung ein paar Dinge beachten.

Früchte-, Kräuter-, Schwarz-, Weiß- und Grüntee, Mate sowie die kreativsten Zusammenstellungen aus all diesen Sorten haben nämlich unterschiedliche Ansprüche. Wie brüht man welchen Tee nun richtig auf und wie lange lässt man ihn ziehen? Und welches Verhältnis sollten Tee- und Wassermenge haben? Servus.com klärt auf.

1. Schwarzer Tee

Gläserne Teetasse mit Wasser und Teebeutel (Bild: Pexels)
Zieht schwarzer Tee zu lange, schmeckt er herb und bitter.

Schwarztee enthält sowohl Koffein als auch Gerbstoffe. Bei kurzer Ziehzeit geht vor allem das Koffein ins Wasser über. Bei längerer Ziehzeit tun dies auch die Gerbstoffe. Zieht er zu lange, schmeckt er herb und bitter.

Wassertemperatur: 100 Grad, also kochendes Wasser.

Teemenge: Für einen mittelstarken Tee ca. 2 Gramm Teeblätter mit 150 Milliliter Wasser aufgießen. Für einen starken Tee 2 bis 2,5 Gramm Teeblätter bei gleicher Wassermenge verwenden.

Ziehdauer: Für einen Tee, der das Nervensystem anregen soll, reichen zwei bis drei Minuten Ziehdauer. Für einen den Magen-Darmtrakt beruhigenden Tee braucht es vier bis fünf Minuten.

2. Grüner Tee

Er ist ebenfalls koffeinhaltig, aber magenfreundlicher als schwarzer Tee und wirkt als zweiter Aufguss beruhigend. So kann man ihn auch vor dem Zubettgehen trinken.

Wassertemperatur: 70 Grad. Dafür kann man zwei Drittel kochendes und ein Drittel kaltes Wasser nehmen oder man lässt kochendes Wasser einige Minuten herunterkühlen. Zu heißes Wasser macht grünen Tee bitter, zu kaltes löst nicht alle wertvollen Inhaltsstoffe aus den Blättern.

Teemenge: Pro Tasse nimmt man etwa einen Teelöffel grünen Tee, für einen Liter Wasser ca. zwölf Gramm.

Ziehdauer: Für einen anregenden Tee den ersten Aufguss 60 bis 90 Sekunden ziehen lassen. Für einen beruhigenden Tee den ersten Aufguss wegschütten und den zweiten drei Minuten ziehen lassen.

3. Weißer Tee

Man sagt ihm eine lebensverlängernde und verjüngende Wirkung nach und bei Magenproblemen ist er besonders verträglich. Er enthält weniger Koffein als Schwarz- und Grüntee.

Wassertemperatur: etwa 75 Grad.

Teemenge: Pro Liter nimmt man zwischen acht und zwölf Gramm, für eine Tasse also ein bis zwei Gramm.

Ziehdauer: Bis zu fünf Minuten, danach machen die Gerbstoffe den Tee bitter. Bei qualitativ hochwertigem Tee sind mehrere Aufgüsse möglich, wobei sich die Ziehzeit jedes Mal verlängert.

4. Kräuter-, Früchte- und Rotbuschtee

Diese Teesorten enthalten kein Koffein und keine Bitterstoffe. Daher sind sie auch für Kinder geeignet.

Wassertemperatur: 100 Grad, sprudelnd kochend.

Teemenge: Je nach gewünschter Intensität ab einem Teelöffel je Tasse.

Ziehdauer: Mindestens fünf Minuten, um ein einwandfrei keimfreies Getränk zu erhalten. Je nach Geschmack und Belieben auch so lange wie gewünscht.

5. Mate-Tee

Für diese argentinische Spezialität nimmt am besten einen Mate-Becher (Calebasse), zu dem ein Trinkhalm mit Sieb (Bombilla) am Ende gehört. Man kann ihn aber auch wie herkömmlichen Kräutertee zubereiten.

Wassertemperatur: heißes, nicht kochendes Wasser mit etwa 75 Grad.

Teemenge: Je nach gewünschter Intensität füllt man den Becher ungefähr bis zur Hälfte mit Mateblättern.

Ziehdauer: Matetee kann sofort getrunken und mehrmals aufgegossen werden.