Turdus merula · Familie: Drosseln (Turdidae)

MERKMALE

Oberseits ist die 12,5 cm große Mehlschwalbe schwarz gefärbt, mit blauem Glanz auf Scheitel und Rücken. Dazu kontrastieren mehlweiß die Unterseite und der Bürzel. Charakteristisch ist, dass auch die Füße von weißen Federn überzogen sind.

Die schwalbentypische Schwanzgabelung ist bei der Mehlschwalbe weniger stark ausgeprägt als bei ihrer nahen Verwandten, der Rauchschwalbe. 

Nest: Halbkugeln aus Lehm oder Schlamm (innen ausgepolstert), an Gebäuden unter Dach- oder Mauervorsprüngen Eier: 3 bis 5 Stück, ca. 2,5 cm lang, weiß Brutverhalten: 1 bis 2 Bruten im Jahr; Brutdauer 14 bis 16 Tage; beide bauen Nest, brüten und füttern; Brut- oder Saisonehe

LEBENSWEISE 

Mehlschwalben brechen zwischen Ende August und Anfang Oktober zu ihren Winterquartieren auf, die sich in Afrika südlich der Sahara bis hinunter zum Kap befinden. In den Monaten April und Mai kehren sie in die Brutgebiete zurück.

Das Auftauchen der Mehlschwalben im Frühling kann oft ziemlich genau bestimmt werden. In manchen Regionen gibt es sogar ganz bestimmte Tage, an denen sie erwartet werden – und dann oft auch tatsächlich erscheinen.

Mehlschwalben bevorzugen besiedelte Gebiete und die Nähe von Gewässern, über denen sie nach Insekten jagen. Auf dem Boden befinden sie sich meistens nur zum Sammeln von Nistmaterial.

GESANG

Die leise gezwitscherten Flugrufe der Mehlschwalben werden oft mit jenem Geräusch verglichen, das entsteht, wenn man Kieselsteine aneinanderreibt. Generell tschirpt die Mehlschwalbe in allen möglichen Lebenssituationen vor sich hin: beim Anflug auf das Nest, beim Rasten – etwa auf Stromleitungen – und natürlich bei Gefahr und Erregung.

VOLKSTÜMLICHE NAMEN

Den Mehlschwalben hat der Mensch, in dessen Nähe die Vögel leben, viele Namen gegeben: Speich, Speicherl, Schwalm, Turmschwalm, Maurer oder Loamtatscherl. 

WISSENSWERTES 

Vogelunkundige können die Mehlschwalbe hoch oben in der Luft kaum von der ihr ähnlichen Rauchschwalbe unterscheiden. Aus der Nähe betrachtet gibt es aber verlässliche Kriterien: Bei Mehlschwalben fallen der kürzere Schwanz und der weiße Bürzel auf, während Rauchschwalben eine rostrote Kehle und ein schwarzes Brustband tragen.

Und sie nisten fast immer im Freien. Rauchschwalben bevorzugen das Gebäudeinnere, besonders Ställe oder Hofeinfahrten. Als geschickte Flieger brauchen sie nur ein Fenster in Kippstellung, um aus- und einfliegen zu können.