Sie folgen ihrer Leidenschaft und tun, was sie glücklich macht. Die Geschichten dieser Menschen haben es uns besonders angetan.

1. Instrumentenbauer Georg Plaschke

Georg Plaschke lässt die Okarina erklingen Foto: Stefan Pfeiffer)

Wenn man Georg Plaschke in seiner Werkstatt im Südtiroler Algund besucht, spürt man sofort, wie viel Herzblut er in die Herstellung einer Okarina steckt. Mittlerweile baut er die achte Neuauflage der kleinen Tonflöte und er arbeitet daran, immer noch besser zu werden.

„Das ist eine Leidenschaft“, sagt er. „Okarinabauen ist Lernen aus Erfahrung. Wir fragen die Menschen, was sie brauchen, und versuchen, das Instrument entsprechend zu verbessern.“

Und das Besondere an diesem Instrument ist neben seinem Erbauer, dass die kleine Flöte „die ganze Palette an menschlichen Gefühlen ausdrücken“ kann und sowohl zu Volksmusik als auch immer öfter zu elektronischer Musik passt.

AUS DER ÖSTERREICH-AUSGABE VON SERVUS IN STADT & LAND:

2. Hausherrin Gabriele Kilian

Dreiseithof-Hausherrin Gabriele Kilian (Foto: Harald Eisenberger)
Herzlich und gut gelaunt: Gabriele Kilian mit Hündin Nelly und Welpe Bernadette (Foto: Harald Eisenberger)

Beim Übertreten der Schwelle des Dreiseithofs im oberösterreichischen Traunviertel fühlt man sich gleich zu Hause. Das mag zwar auch an den dicken Mauern und den steinernen Böden liegen, zuallererst liegt es aber an Hausherrin Gabriele Kilian, die diesen mit ihrem Mann liebevoll und der Umgebung entsprechend umgebaut hat.

Gabriele hat diesen Ort nach beruflichen Wanderjahren als ihr Refugium gefunden und wollte in gemeinsam mit ihrem Mann genießen. Leider verunglückte er kurz nach der Fertigstellung und sie blieb allein zurück in dem großen Haus. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Ihr offenes Lächeln und die gute Laune sind geblieben. Sie gestaltet im Haus munter weiter, kümmert sich um Hündin Nelly und Hundebaby Bernadette und denkt bereits über den nächsten Umbau nach.

3. Biologin und Kräuterfrau Heidi Brunner

Heidi Brunner mit einem Büschel Farn. (Foto: Victoria Schaffer)
Geheimnisvoller Farn. Er bewahrt vor negativen Einflüssen, weiß Heidi Brunner. (Foto: Victoria Schaffer)

Wenn Heidi Brunner über das Wesen der Pflanzengeister und deren magische Kräfte redet, strahlt sie über das ganze Gesicht. Auf ihrem Hof im oberösterreichischen Mühlviertel lässt sie den alten Brauch des Kräuterbüschelbindens wieder aufleben.

Heidi ist fest davon überzeugt, dass es kein Zufall ist, warum bestimmte Kräuter, Blumen oder Bäume in naher Umgebung gedeihen. „Oft wächst in unserer Nähe genau das, was wir für ein körperliches oder seelisches Thema brauchen“, sagt sie.

Und weil sie so ein gutes Gespür dafür hat, welche Heilkräuter für wen die richtigen sind, sucht sie sich regelmäßig einen ruhigen Ort und bindet dort behutsam die handgepflückten Kräuter zu einem Büschel.

4. Bootsbauer Horst Zsivkovits

Horst Zsivkovits in mit seinem handgefertigten Kanu. (Bild: Peter Podpera)
Horst Zsivkovits in mit seinem handgefertigten Kanu. (Bild: Peter Podpera)

Wenn Horst Zsivkovits mit seiner Frau Christine am Packer Stausee paddeln, gleiten sie so geräuschlos dahin, dass sie oft von Forellen begleitet werden.

350 Arbeitsstunden stecken in diesem Boot, das der, ehemals im Finanz- und Rechnungswesen tätige, Burgenländer mit eigenen Händen gebaut hat. Bei drei renommierten Firmen durfte er zuschauen und lernen, alles andere eignete er sich in Eigenregie aus einem Buch und durchs Ausprobieren an.

Das Ergebnis ist ein leichtgängiges, kursstabiles und extrem wendiges Kanu, das robust und trotzdem leicht ist. Und man wird eins mit der Natur, weil man damit auf dem Wasser dahingleitet, als würde man schweben.

AUS DER DEUTSCHLAND- UND BAYERN-AUSGABE VON SERVUS IN STADT & LAND:

5. Forellen-Züchter Joachim Schindler

Joachim Schindler mit einer fangfrischen Forelle. (Bild: Julia Rotter)
Joachim Schindler bietet nicht nur fangfrischen Fisch, sondern auch mit Liebe gemachte Produkte an. (Bild: Julia Rotter)

Er hat was von Indiana Jones, mit seinem Hut aus Känguruleder, dem weit aufgeknöpften Hemd und seinem sonnengegerbten Gesicht. Aber wenn man seine Gummistiefel bemerkt, weiß man, dass Joachim Schindler wenig mit dem Filmheld gemeinsam hat.

Der 50-jährige Diplom-Agraringenieur züchtet nahe der Stadt Alpirsbach im Schwarzwald Forellen und Goldforellen. Seine Fische wachsen nach natürlicher Tradition heran, ohne Gedränge und ohne Zusatzstoffe im Futter. Er nennt sie seine „Topmodels“ und gilt in der Region als „Fischflüsterer“.

Und weil Joachims Forellen etwa drei Jahre Zeit und Ruhe haben zu wachsen, sind sie bei Feinschmeckern weit über die Region hinaus beliebt. Schließlich werden sie im Hofladen direkt aus einem großen Becken gefischt und verkauft.

6. Gisela Fahrmeir, Gärtnerin aus Leidenschaft

Gisela Fahrmeir mit ihren Lieblingshortensien. (Bild: Evi Pelzer)
„Das ist meine schönste Hortensie, denn sie hat so herrlich volle Blüten“, sagt Gisela. (Bild: Evi Pelzer)

Weil Gisela Fahrmeir „Licht und Luft“ um sich herum braucht, kauften sie und ihr Mann vor gut 25 Jahren im Teisnachtal im Bayerischen Wald rund zwei Hektar Land. Seitdem ist der Hang hinter dem Haus ein gepflegter Garten, in dem sich aber auch die Natur entfalten kann.

Und weil Gisela nicht nur einen grünen Daumen für Frauenmantel, Hortensien und Holunder hat, sondern auch ein Händchen für in die Jahre gekommene Möbel, stöbert sie alte Stücke auf, restauriert sie und verwendet sie als Deko-Elemente im Garten.

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