Wie fĂ€rbt man Ostereier richtig? Welche Eier eignen sich ĂŒberhaupt zum FĂ€rben? Wie platzen sie beim Kochen nicht? 8 Tipps wie Ihre Ostereier am besten gelingen.

1. Welche Eier eignen sich am besten zum FĂ€rben?

8 Tipps fĂŒr gelungene Ostereier: braune und weiße Eier (Bild: Pixabay)

Ob man fĂŒrs Osterfest weiße oder braune Eier kauft, ist zwar keine Frage des Geschmacks, aber eine des Verwendungszwecks. Braune Eier eignen sich aufgrund ihrer dickeren Schale besser zum Ausblasen. FĂŒrs FĂ€rben greift man lieber zu weißen Eiern, diese garantieren ein besseres Farbergebnis.

Generell gilt: Greifen Sie zu kleinen Eiern! Diese stammen von jĂŒngeren HĂŒhnern und haben eine glattere, stabilere Schale. Diese Eier nehmen die Farbe besser an und bekommen nicht so schnell Risse beim Kochen.

2. Wann sind Eier geschmacklich am besten?

8 Tipps fĂŒr gelungene Ostereier: hartgekochtes Ei (Bild: Pixabay)

Am besten schmecken Eier, die sieben bis 14 Tage alt sind. Hintergrund: Der Geschmack bildet sich erst nach etwa zehn Tagen aus, davor ist auch das Eiklar eher grieĂŸĂ€hnlich.

Außerdem lĂ€sst sich ein hartgekochtes Ei erst dann gut schĂ€len, wenn sich eine Luftschicht zwischen Schale und Eiklar gebildet hat. Anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums lĂ€sst sich der Legezeitpunkt errechnen: einfach 28 Tage zurĂŒckzĂ€hlen.

3. Die richtige Eier-Lagerung im KĂŒhlschrank

Bis die Eier ihren optimalen „Reifegrad“ erreicht haben, gibt man sie am besten ins Eierfach des KĂŒhlschranks, um sie vor FremdgerĂŒchen zu schĂŒtzen, die sonst durch die Poren der Schale ins Innere gelangen.

Das spitze Ende kommt nach unten. Andersherum gelagert steigt die Luftblase aus dem stumpfen Ende auf. Dabei kann sich die Eihaut ablösen, Keime dringen ein und die Eier verderben schneller.

4. Ostereier auf natĂŒrliche Art fĂ€rben

Die Gefahr allergischer Reaktionen ist bei handelsĂŒblichen FĂ€rbemitteln minimal. Dennoch setzen viele lieber auf Naturfarbstoffe. RotkrautblĂ€tter oder Holundersaft etwa ergeben blaue bis lila Töne. Schönes Rot machen Rooibostee oder Rote RĂŒben. Spinat, Brennnessel oder Petersilie fĂ€rben grĂŒn. KĂŒmmel, Kamille, Schwarztee, Kaffee oder gelbe Zwiebelschalen liefern gelbe bis braune Eier.

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5. So stellen Sie einen Farbsud fĂŒr Ostereier her

Ostereier mit Zwiebelschalen fÀrben: Ei kochen (Bild: Katharina Gossow)

FĂŒr den Farbsud werden 250 g des pflanzlichen Farbgebers (klein gehackt oder gewĂŒrfelt) in 500 ml Wasser ausgekocht. GemĂŒse, Tee oder Kaffee brauchen etwa 45 Minuten. Beeren, BlĂ€tter oder Schalen mĂŒssen eine Stunde kochen, dann eine weitere Stunde ziehen. Farbpulver aus der Apotheke oder aus dem Reformhaus setzt man ca. 30 Minuten auf.

Je lĂ€nger die FĂ€rbemittel gekocht werden, desto intensiver wird die Farbe. Anschließend können die Eier im Sud hartgekocht werden. Vorher sollten sie noch mit Essig abgerieben werden, dann nehmen sie die Farbe besser an – und der Stempel auf der Schale verschwindet.

6. So platzen Eier beim Kochen nicht

8 Tipps fĂŒr gelungene Ostereier: Eier kochen (Bild: Mauritius Images)

Oft wird der Tipp gegeben, die Eier an der stumpfen Seite anzustechen, damit sie nicht platzen. Abgesehen davon, dass die Wirksamkeit dieser Methode umstritten ist, können durch das Loch Keime eindringen und die Haltbarkeit der Eier verkĂŒrzen. Lassen Sie den Eierpiekser also besser im KĂŒchenkastl.

Nehmen Sie lieber die Eier eine Stunde vor dem Kochen aus dem KĂŒhlschrank oder legen Sie sie fĂŒr zehn Minuten in lauwarmes Wasser. Das reduziert die Gefahr, dass sie beim Kochen platzen. Sollte doch ein Malheur passieren, einen Schuss Essig ins Wasser geben. Auslaufendes Eiklar gerinnt dann schnell.

7. Die richtige Kochzeit von Eiern: 9,5 Minuten

8 Tipps fĂŒr gelungene Ostereier: Eieruhr (Bild: Mauritius Images)

Forscher aus aller Welt haben Formeln entwickelt, die berechnen sollen, wie lange Eier fĂŒr den gewĂŒnschten HĂ€rtegrad unter verschiedenen Umweltbedingungen gekocht werden mĂŒssen. Alle kommen sie – bei GrĂ¶ĂŸe M – auf rund 9,5 Minuten, damit das Eiklar schön fest und der Dotter noch feucht ist. FĂŒr jede abweichende GrĂ¶ĂŸenklasse mĂŒssen 30 Sekunden hinzugefĂŒgt bzw. abgezogen werden.

Um zu verhindern, dass sich der Dotter grau-grĂŒn verfĂ€rbt, bröselig wird und ĂŒbel riecht, sollte man die Eier nie lĂ€nger als zehn Minuten kochen. Bei lĂ€ngerer Kochzeit zerfallen nĂ€mlich bestimmte Proteine, die Schwefelatome enthalten.

Auf Nummer sicher geht man, wenn man die Eier ca. fĂŒnf Minuten kocht und dann sieben Minuten im Farbbad ziehen lĂ€sst.

8. Eier nicht abschrecken

Abschrecken bringt keine Erleichterung beim SchĂ€len, fanden Forscher heraus. Zudem verderben abgeschreckte Eier schneller. Die ErklĂ€rung: Eier sind von Natur aus von einer feinen Schutzschicht umgeben. Durch das Kochen wird diese jedoch zerstört, sodass beim Abschrecken mit dem Wasser Bakterien ins Ei gelangen können. Das passiert durch feinste, nicht sichtbare Schalenrisse und weil sich das Innere der Eier durch das rasche AbkĂŒhlen zusammenzieht und dabei Wasser durch die poröse Schale gesaugt wird.

Nicht abgeschreckte hartgekochte Eier sind dagegen – sofern intakt – auch nach einem Monat Lagerung bei Raumtemperatur noch mikrobiologisch unbedenklich.

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