Warum es zu Pfingsten für Langschläfer im Bett recht bren(n)zlig werden kann und man besser nichts im Garten liegen lassen sollte.

50 Tage nach Ostern feiern wir Pfingsten, die Geburtsstunde der christlichen Gemeinde oder anders gesagt: die christliche Kirche feiert Geburtstag. Rund um dieses Fest gibt es viel Brauchtum – darunter auch lustige Bräuche.

1. Nächtlicher Unfug

Zu Pfingsten darf man Streiche spielen. In der Unfug- oder Bosheitsnacht, jener von Samstag auf Pfingstsonntag oder von Sonntag auf Pfingstmontag, steht das sogenannte Pfingststehlen auf dem Programm. Vor allem in kleinen Dörfern sollte man nichts im Garten stehen lassen. Denn in der Nacht darf man bewegliche Gegenstände aus den Gärten entwenden und auf den Marktplatz tragen. Wer also am Morgen einen Gartenzwerg, Gießkanne oder Schaufel vermisst, sollte ins Dorfzentrum schauen.

2. Wenn’s im Bett so richtig brennt

Lustige Pfingstbräuche: Brennnessel im Bett (Bild: Mauritius Images)

Zu Pfingsten ausschlafen? Besser nicht! So manchem Langschläfer droht am Pfingstsonntag eine unliebsame Überraschung. Denn die Schlafmützen – auch Pfingstlucken, Pfingstesel, Pfingstochse oder Pfingstnigln genannt – bekommen einen Blumenstrauß ins Bett gelegt. Jedoch einen mit untergemischten Brennnesseln. Das Erwachen ist also ein äußerst brennendes.

3. Zeit zu heiraten

Lustige Pfingstbräuche: Strohpuppe (Bild: Mauritius Images)

Ledigen Frauen könnte es passieren, dass ihnen zu Pfingsten eine Puppe aus Stroh vor die Türe, das Fenster oder aufs Dach gesetzt wird. Sie trägt den Namen Pfingstlotter. Die Dorfburschen signalisieren auf diese unhöfliche Art, dass die jungen Damen doch endlich heiraten sollen. Manche Frauen rächen sich und tragen mit ihren Freundinnen das Bett eines Burschen einfach hinaus auf die Straße.