Im Sieveringer Gasthaus bleibt alles so, wie es immer war. Und das ist gut so, lieben die Stammgäste doch die heimischen Schmankerl hier. Plus: ✅ Ihr Rezept für Kalbsbutterschnitzel

Der Wirt

Maria Zarl-Eckel und Tochter (Bild: Petra Kamenar)

Die meisten Rezepte stammen noch von Christines Urgroßvater Julius Eckel und sind anno 1931. Sein Sohn Hans Eckel übernahm 1952 das damals winzige Restaurant am Wiener Stadtrand und Anfang der 1980er-Jahre folgten Maria Zarl-Eckel und ihr Mann nach und machten „den Eckel“ zu dem, was er heute noch ist: eine Institution der gutbürgerlichen Küche. Christine Müller-Zarl führt den Betrieb seit 2010, davor arbeitete sie als Architektin. „Meine Eltern waren jung und meinten damals, ich soll studieren und machen, was ich will. Für das Restaurant brauchte ich keine Ausbildung, ich bin ja hier aufgewachsen und hab immer mitgeholfen. Heute sind wir ein echter Familienbetrieb: Mein Mann ist eingestiegen, die Mama arbeitet in der Küche, der Papa macht den Weinkauf“.

Die Räumlichkeiten

Restaurant Eckel (Bild: Petra Kamenar)

Der Eckel steht für Kontinuität. Da und dort hat die junge Chefin zwar für elegantere Atmosphäre und einen neuen Anstrich gesorgt, das meiste aber ist unverändert: allen voran der Kiesgarten im Innenhof, der mit seinen alten Kastanien- und Lindenbäumen den Alltag vergessen lasst und bis Allerheiligen geöffnet ist. Die alte Schank und der Speisesaal locken mit gemütlich gepolsterten Sesseln und Bänken zum Verweilen und die Holzvertäfelung gibt dem Ganzen noch mehr Gemütlichkeit. Während man in der Veranda – dem Zubau an der Rückseite des Hauses – durch die raumhohen Glastüren den Blick auf den schönen Gastgarten auch in der kalten Jahreszeit genießen kann.

Die Spezialität

Kalbsbutterschnitzel (Bild: Petra Kamenar)

Butterschnitzerl mögen kleine Kinder, ältere Leute und alle dazwischen“, sagt Maria Zarl-Eckel, lacht und hastet wieder in die Küche, um die Sauce für das etwas feiner faschierte Laibchen zu binden. Die Stammgäste im Wiener Restaurant Eckel bestehen eben auf ihre Lieblingsgerichte: auf Kalbsnierenbraten, gefüllte Paprika, Brandteigkrapferl oder eben Butterschnitzel. Während auf der täglich wechselnden Karte auch modernere Gerichte auftauchen, kann man sicher sein, dass keiner die Klassiker neu interpretiert: „Wir bleiben unseren Rezepten treu“, erklärt Christine Müller-Zarl.

Knusprig werden die Laibchen, wenn man sie kreuzweise einschneidet

Maria Zarl-Eckel

Infos:

Restaurant Eckel
Sieveringer Straße 46
A-1190 Wien
Tel.: +43/1/320 32 18
restauranteckel.at

Küche: klassische Wiener Küche

Preiskategorie: mittel

Austattung:

  • Schank, Speisesaal, Veranda
  • Gastgarten
  • Tageskarte
  • großes Weinsortiment

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 11:30 bis 15:30 und 18 bis 24 Uhr, Küche: 11.30 bis 14:30 und 18 bis 22 Uhr, Sonntag, Montag: Ruhetag