Ein Brauchtumsgebäck, das es nur im burgenländischen Heideboden, also östlich vom Neusiedlersee bis zur ungarischen Grenze, gibt.

Für 1 Hausvater

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 30 g Germ
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 60 g Butter
  • 60 g Feinkristallzucker
  • 1 großes Ei
  • geriebene Schale von einer halben Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Rosinen zum Verzieren
  • 1 Eidotter
  • 2 TL Milch

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Germ in der Hälfte der Milch auflösen und in die Mulde gießen. Etwas Mehl zugeben und mit einer Gabel verrühren. Mit einem feuchten Tuch bedecken und das Dampfl 15 Minuten gehen lassen.
  2. Butter zergehen lassen, mit den restlichen Teigzutaten und dem Dampfl vermischen. Mehrere Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Wieder in die Schüssel geben, mit einem Tuch bedecken und an einem Ort ohne Zugluft eine Stunde gehen lassen.
  3. Teig nochmals kurz durchkneten. Aus 2/3 je einen runden Kopf und einen größeren, länglichen Körper formen. Beide Teile auf einem mit Backpapier belegten Blech zusammensetzen. Aus dem Rest das Gesicht gestalten und den Körper verzieren. Rosinen als Augen und Knöpfe verwenden. Nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  4. Backrohr auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  5. Eidotter mit Milch verrühren und das Gebilde damit bestreichen. 35 Minuten goldbraun backen.

Servus-Wissen: Am Heiligen Abend wurde das Gebäck nach dem Räuchern des Hofes vom Bauern am Kopf angeschnitten. Dieser Anschnitt wurde vor der Mette in den Hausbrunnen oder in einen Weiher geworfen. Damit sollte der Wassermann besänftigt werden, damit er im nächsten Jahr keine Todesopfer fordert.