Die bekannteste Nachspeise der Mozartstadt gilt als wahrlich gelungen, wenn sie gebräunte Spitzen und ein noch cremiges Inneres aufweist.

Die Geschichte der Salzburger Nockerln ist nicht restlos geklärt. Man weiß nur: Sie nimmt ihren Anfang im 17. Jahrhundert. Mitunter hieß es, dass Napoleon die süße Eierspeis’ aus Frankreich mitgebracht haben soll. 

Ein Genuss, der an die verschneiten Berge erinnert

Da glauben wir schon lieber die Geschichte, in der Salome Alt (1568–1633), die langjährige Mätresse des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau und Mutter seiner 15 Kinder, das köstliche Gericht erfunden hat. Die Salzburger Nockerln in ihrer süßen Pracht versinnbildlichen nämlich perfekt die barocke Lebenslust zu Zeiten des umtriebigen Fürsten. Und sie symbolisieren außerdem die leicht verschneiten Salzburger Hausberge: den Mönchs-, den Kapuziner- und den Gaisberg.

Für 4 Portionen

Zubereitungsaufwand: 30 Minuten

Zutaten

  • 10 Eiklar
  • 6 Dotter
  • 6 EL Zucker
  • 6 EL Mehl
  • 5 EL Preiselbeermarmelade
  • 1 Prise Salz
  • etwas Butter für die Form

Zubereitung

  1. Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen. Zucker nach und nach einrieseln lassen und zu cremigem, aber nicht zu festem Schnee schlagen.
  2. Die Dotter kurz durchmixen und dann gemeinsam mit dem gesiebten Mehl vorsichtig unterheben.
  3. Die Masse in einer gebutterten und nach Belieben mit Preiselbeeren ausgelegten Auflaufform zu drei großen Nocken formen.
  4. Im vorgeheizten Rohr bei 200 °C etwa zwölf Minuten backen, in dieser Zeit das Backrohr nicht öffnen.
  5. Herausnehmen, mit Staubzucker bestreuen und ofenfrisch servieren.