Ohne Speck und Selchfleisch wird dieser Knödel in Tirol Faschtnknödel genannt. Wir essen ihn gerne mit und dann als Hauptspeise zu Sauerkraut.

Servus-Wissen: Die ersten Hinweise auf Fleischknödel stammen aus mittelalterlichen Aufzeichnungen in Klöstern. Der Tiroler Speckknödel allerdings soll der Legende nach von einer Wirtin in Hall erfunden worden sein. Aus Not, um hungrige Soldaten spätabends noch abzuspeisen, mischte sie alles zusammen, was sie in der Speisekammer fand, formte Kugeln und kochte sie im heißen Wasser. Die Herren waren so begeistert, dass der Knödel fixer Bestandteil der Tiroler Küche wurde.

Für 4 Portionen

Zeitaufwand: 1 Stunde

Zutaten

  • 5 trockene Semmeln
  • 60 g geräucherter Bauchspeck
  • 80 g Zwiebel
  • 2 EL fein gehackte Petersilie
  • 3 Eier
  • 200 ml Milch
  • Salz und weißer Pfeffer
  • 120 g mageres Selchfleisch
  • 3 EL Mehl

Zubereitung

  1. Semmeln in ca. 1 cm große Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Speck und Zwiebel fein würfeln.
  2. Speck und Zwiebel in einer Pfanne hellbraun anschwitzen und mit Petersilie und den Brotwürfeln vermischen.
  3. Eier mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Über das Knödelbrot gießen, gut durchmischen und die Masse 15 Minuten lang ziehen lassen.
  4. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.
  5. Selchfleisch in feine Würfel schneiden und mit dem Mehl unter die Knödelmasse mischen. Aus der Masse mit nassen Händen 8 Knödel formen und in Salzwasser unter dem Siedepunkt 12 bis 15 Minuten gar ziehen lassen.
  6. Mit saftigem Sauerkraut und „Ruanasalat“ (Roten Rüben) servieren.