Wenn uns beim Spaziergang eine Schlange begegnet, fragen wir uns sofort: Ist die giftig? Hier sind Reptilien aus Österreich, auf die das zutrifft.

Die heimische Flora und Fauna ist vielfältig. Und so gibt es in Österreich Schlangen nicht nur im Zoo hinter Glas, sondern auch in der freien Natur. Gerade weil die schlängelnden Reptilien eher scheu sind und wir sie nicht so oft zu Gesicht bekommen, ist der Schreck bei einer Sichtung oft groß. Ist die Schlange etwa giftig? Wir stellen die heimischen Arten vor. Von drei sollte man sich besser nicht beißen lassen.

Kreuzotter (giftig)

Heimische Schlangen – Kreuzotter (Bild: Pixabay)

Die Kreuzotter hat ein unverwechselbares Muster am Rücken und einen breiten Kopf. Weibchen sind braun-schwarz gemustert, Männchen grau-schwarz. Es gibt auch schwarze Exemplare, die zumeist in höheren Lagen leben und die man Höllenottern nennt. Kreuzottern lieben sonnige Plätze, wollen sich aber auch schnell in ein sicheres Versteck verkriechen können.

Sandotter (giftig)

Heimische Schlangen – Sandotter oder Sandviper (Bild: Mauritius Images)

Die Sandotter (auch Sandviper, Hornviper, Hornotter) ist die giftigste Schlangenart in Mitteleuropa. Hauptsächlich lebt sie im Süden Österreichs in Kärnten und der Steiermark. Man hat aber auch schon Exemplare in Tirol und im Burgenland gesichtet. Gut zu erkennen ist sie an dem Horn an der Nasenspitze.

Aspisviper (giftig)

Heimische Giftschlangen – Aspisviper (Bild: Mauritius Images)

Die Aspisviper mag es gerne warm. Es gibt sie in verschiedenen Farbnuancen und sie wird bis 90 cm lang. Erkennbar ist sie am deutlich abgesetzten Kopf und die Schilder über den Augen bilden eine deutliche Kante. Diese Art ist giftiger als die Kreuzotter, kommt aber in Österreich fast nicht vor. Häufiger lebt sie in Südtirol, Slowenien, in der Schweiz und in zwei Tälern des südlichen Schwarzwalds.

Nach dem Biss: Heimische Schlangen sind nicht lebensbedrohlich giftig. Ihr Biss ist jedoch sehr schmerzhaft. Auf alle Fälle sollte man einen Arzt aufsuchen. Und man sollte nicht versuchen, die Wunde auszusaugen!

Würfelnatter (ungiftig)

Heimische Schlangen – Würfelnatter auf Stein (Bild: Mauritius Images)

Die Würfelnatter erkennt man an der oliv-braunen Färbung und dem Würfelmuster. Am Kopf hat sie wie alle Nattern große Schuppen. Sie ist sehr selten und liebt warme, sonnige und wassernahe Plätze.

Schlingnatter (ungiftig)

Heimische Schlangen – Schlingnatter (Bild: Mauritius Images)

Die Schlingnatter lebt auf sonnigen Waldhängen mit viel Gras, Gestrüpp und Steinen. Bei Gefahr zischt sie bedrohlich laut. Sie ist an der braunen Färbung zu erkennen und dem oft herzförmigen Muster auf dem Oberkopf. Der Kopf ist fast nicht vom Körper abgesetzt.

Ringelnatter (ungiftig)

Heimische Schlangen – Ringelnatter (Bild: Pixabay)

Die Ringelnatter ist die häufigste Schlange in Österreich. Sie gehört zu den Wasserschlangen und lebt in und um Gewässer, aber auch in feuchten Wiesen und bei Komposthaufen. Die Schuppen am Oberkopf sind groß und man erkennt sie gut an der oft gelben Färbung am Hals. Bei Gefahr stellt sich die Ringelnatter oft tot und strömt ein stinkendes Sekret aus.

Äskulapnatter (ungiftig)

Heimische Schlangen – Äskulapnatter (Bild: Pixabay)

Die Äskulapnatter kann bis zu zwei Meter lang werden. Da es ihr in Österreich eigentlich zu kalt ist, lebt sie überwiegend im Osten und Süden des Landes. Ihre Schuppen sind braunoliv und sie hat einen gelblichen Bauch und große Augen.

Blindschleiche (ungiftig)

Heimische Schlangen – Blindschleiche (Bild: Pixabay)

Die Blindschleiche ist eigentlich keine Schlange, sondern eine beinlose Echse. Daher hat sie bewegliche Augenlider. Häufig lebt sie in dichten Laubwäldern, aber auch in Parks. Die Blindschleiche ist absolut harmlos.

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