Bei einer hochwertigen Eisenpfanne wird nichts gestanzt, angeschweißt oder zusammengeschraubt. Es wird geschlagen und verbogen.

  1. Am Anfang einer Pfanne steht ein Stück Eisen, das so groß ist wie eine Tafel Schokolade. Daraus wird bei einer Temperatur von 1.000 °C als Erstes der Stiel der Pfanne geformt.
  2. Dann kommt der schwere Lufthammer zum Einsatz, der die Platte hämmert.
  3. Es folgt das Pressen in Pfannenform.
  4. Zum Schluss bürstet der Schmied das Werkstück mit einer Stahlbürste und versiegelt die Eisenpfanne mit Olivenöl, damit sie nicht rostet.
Für die Fertigung einer Eisenpfanne braucht man ordentlich Schmalz und viel Erfahrung. So wie Josef Kindermann aus Waldkirchen in Niederbayern. (Bild: Günther Bayerl)

Welche Pfanne braucht man wofür?

In einer Eisenpfanne lassen sich Bratkartoffeln, Eier, Fleisch und Fisch auf den Punkt braten, ohne dass etwas am Boden kleben bleibt. Denn das Eisen wird so heiß, dass es sofort alle Poren verschließt. Man kann die Pfanne universell auf Elektro-, Induktions- und Gasherden und sogar auf offenem Feuer verwenden. Wichtig ist, dass man die Pfanne vor dem ersten Gebrauch gut einbrennt und nach dem Gebrauch richtig reinigt.

Handgefertigte Schmiedeeisen-Pfanne (Bild: Markus Gradwohl)

Die Waidlerpfanne aus einem einzigen Stück Schmiedeeisen eignet sich durch ihren Griff besonders gut für alles, was hin und wieder gewendet werden muss, wie Bratkartoffeln, Gröstl oder Gemüse. Es gibt sie bei Servus am Marktplatz in groß (28 Zentimeter) und in klein (17 Zentimeter).

Das könnte Sie auch interessieren

Heißes Handwerk
Handwerk

Heißes Handwerk

Neben Gartenhacken und Beilen fertigt Meister Josef Kindermann auch besondere Unikate: die Waidlerpfannen.

13. Mär
Die schmiedeeiserne Pfanne „Holzfäller“

Wer lieber ohne Kochhandschuh kocht, liegt mit der schmiedeeisernen Bratpfanne „Holzfäller” genau richtig. Sie hat einen Griff aus Fichtenholz, an dem sie auch im Einsatz mit der bloßen Hand berührt werden kann.

Servierpfanne mit hohem Rand

Wer mit dem hohen Gewicht einer Eisenpfanne beim Heben zu Kämpfen hat, wählt am besten eine Servierpfanne. Sie erleichtert die Handhabung durch die Gewichtsverteilung auf beide Seiten und spart auf dem Tisch durch die kürzeren Griffe Platz. Durch ihren hohen Rand kann man Angebratenes auch gleich im Anschluss mit Sauce übergießen, mit Käse bestreuen und in den Backofen schieben.