Wir zeigen, wie man einfache Hausmittel als Tropfschutz und Anzündhilfe einsetzt.

1. Die richtige Kerzenwahl: weniger ist mehr

Achtung, Kerze ist nicht gleich Kerze. Je mehr Substanzen dem Wachs beigemischt sind (Farb- und Duftstoffe, Verzierungen), desto mehr Schadstoffe werden an die Luft abgegeben. Kerzen aus Bienenwachs sind die umweltfreundlichste Variante, vor allem wenn sie aus einer Bio-Imkerei stammen. In Sachen Docht gilt: Optimal ist eine Dochtlänge von einem bis eineinhalb Zentimeter. Gegebenenfalls vor dem Anzünden mit der Schere kürzen. Ein zu langer oder oben ausgefranster Docht verursacht Ruß und brennt schneller ab.

2. Tricks gegen Kratzer und Verformungen

Kerzen sollten kühl, trocken, staubfrei und auch möglichst dunkel gelagert werden, um Verformungen und Verfärbungen bzw. Farbverlust zu vermeiden. Sollte sich eine Kerze dennoch einmal verformt haben, legen Sie diese für fünf Minuten in ein warmes Wasserbad und rollen Sie sie danach zwischen zwei Schneidbrettern hin und her, um sie zu begradigen. Eventuelle Kratzer können mit einem Nylonstrumpf weggerieben werden.

3. Salz gegen tropfende Kerzen 

Legen Sie Kerzen vor Gebrauch in Salzwasser und lassen Sie sie an der Luft trocknen – so tropfen sie weniger. Etwas Salz, ins flüssige Wachs gestreut, verlängert die Brenndauer. Den gleichen Effekt erzielt, wer Kerzen einige Stunden ins Gefrierfach gibt.

4. Einen sicheren Standort wählen

Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt abbrennen – und schon gar nicht in Reichweite von Kindern oder Haustieren. Stellen Sie sie obendrein niemals in die Nähe von brennbaren Materialien und Elektrogeräten, die Wärme erzeugen. Die Flamme darf keiner Zugluft ausgesetzt sein, sonst tropft und rußt die Kerze. Kerzen benötigen nach oben von der Flamme aus gemessen mindestens 30 Zentimeter Luft.

Servus-Wissen:  Der Abstand zwischen den Kerzen sollte mehr als zehn Zentimeter betragen, damit sie sich nicht gegenseitig verformen oder Luft wegnehmen, was zu verstärktem Rußen führen könnte.

5. So entzünden Sie Kerzen richtig

Richten Sie vor dem Anzünden den Docht auf. Bei neuen Kerzen ist das kein Problem. Ein alter, erstarrter Docht bricht jedoch leicht. Daher das Aufrichten gleich nach dem Löschen der Kerze vornehmen! Die Streichholz- bzw. Feuerzeugflamme sollte Docht und Wachs berühren.

Servus-Wissen: Beim Anzünden von Windlichtern sind ungekochte Spaghetti eine Alternative zum Stabfeuerzeug. Achten Sie aber darauf, dass keine Fremdkörper ins flüssige Wachs gelangen. Sie verstopfen den Docht und werden selbst zu Dochten, was zu ungleichmäßigem, schnellerem Abbrennen und Rußen führt.

6. Das hilft gegen einen „ertrinkenden“ Docht

Droht der Docht zu „ertrinken“, löschen Sie die Kerze und entfernen Sie mit einem Papiertuch etwas vom Wachs. Kerzen ab sechs Zentimeter Durchmesser sollten gelegentlich gedreht werden, damit sie gleichmäßig abbrennen. Falls Sie trotz optimaler Dochtlänge Rußen wahrnehmen: die noch weichen Wachswände abschneiden, damit die Flamme mehr Sauerstoff bekommt.

Servus-Wissen: Eine Kerze sollte mindestens so lange brennen dürfen, bis das Wachs bis zum Rand flüssig geworden ist. Wird sie zu schnell gelöscht, brennt sich ein Schacht ins Innere der Kerze, sie beginnt zu rußen oder die Flamme erstickt.

7. Die Kerzenflamme richtig löschen

Löschen Sie die Flamme vorzugsweise mit einem Kerzenlöscher. Ist kein Löscher vorhanden, halten Sie den Daumen senkrecht vor die Kerze und blasen Sie auf den Finger. So spritzt das Wachs weniger. Um Rauchentwicklung beim Löschen der Kerze zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Docht mit einem Gegenstand aus Metall ins Wachs zu tauchen und gleich wieder aufzurichten. Dies bewirkt auch, dass der Docht nicht austrocknet und einfach wieder entzündet werden kann.