Frustrierte Spinnen, schwebende Schwalben und tanzende Mücken: Manche Tiere sind wahre Wetterpropheten und sagen uns, wie das Wetter wird.

Wie viel Zeit bleibt für die Heuernte? Kann ich Wäsche im Garten aufhängen? Früher, als es noch keine Wettervorhersagen, Statistiken und Messungen gab, orientierten sich die Menschen an der Natur. Aber können Tiere tatsächlich das Wetter vorhersagen?

Wenn Ameisen dicht machen

Tiere als Wetterboten: Ameise (Bild: Mauritius Images)

Ameisenhaufen sind im Garten zwar eher unerwünscht, können allerdings auch als Wetterhäuschen dienen. Das emsige und nervöse Herumlaufen der Ameisen auf ihrem Haufen ist ein deutliches Signal für Regen. Die Ameisen bringen bei drohendem Wolkenbruch die Puppen nach oben, weil sich unten das Wasser sammelt. Rote Waldameisen verschließen sogar die untenliegenden Entlüftungslöcher mit winzigen Harzkügelchen, jedoch um das zu erkennen, muss man schon sehr genau hinsehen.

Gutes Wetter beim schwalbigen Höhenflug

Tiere als Wetterboten: Schwalbe (Bild: Mauritius Images)

Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen. Fliegen die Schwalben in den Höh’n, kommt ein Wetter, das ist schön!

An diesem Spruch ist was dran: Schwalben fliegen immer so hoch oder tief wie ihr Futter. Bei nahendem Schlechtwetter schwärmen Insekten unten, bei Hochdruck werden sie von warmen Luftströmungen hinaufgetragen. Eine Schwalbe in luftiger Höh’ macht aber noch keinen Sommertag: Es kann sich auch um eine Jungschwalbe auf Übungsflug handeln.

Bei Mückenschwärmen: Vorsicht Gewitter

Tiere als Wetterboten: Mückenschwarm (Bild: Mauritius Images)

Tanzende Mückenschwärme deuten auf ein Gewitter hin: Die kleinen Insekten sammeln sich bei der Partnersuche auf Anflugpunkten wie Baumspitzen oder Dachgiebeln. Die Thermik vor einem nahenden Unwetter bläst die Tiere in bodennahe Schichten, wo sie uns – auf Augenhöhe – eher auffallen.

Spinnende Spinne heißt Sonnenschein

Tiere als Wetterboten: Spinnennetz (Bild: Mauritius Images)

Reißt die Spinne ihr Netz entzwei, kommt Regen herbei.

Etwa 15 Minuten vor einem Regen hören Spinnen in der Tat auf, ihr Netz zu weben. Sie reißen es zwar nicht entzwei, ziehen sich aber aus der Mitte zurück. Eine spinnende Spinne darf als Sonnengarant gelten.

Bei Schönwetter ist der Frosch oben

Tiere als Wetterboten: Laubfrosch (Bild: Mauritius Images)

Den Wetterfrosch gibt es nicht wirklich. Zwar klettert der Laubfrosch bei Schönwetter auf Pflanzen hinauf, aber nur, weil da die schmackhaften Insekten weiter oben fliegen. In einem Glas mit Leiter funktioniert das nicht.