In Bayern wird im August mit gepolsterten Lanzen gestochen, Handwerkskunst gefeiert und in einer Baumkrone getanzt.

Wenn Fischer baden gehen

Fischerstechen bei der „Sandkerwa“ in Bamberg (Bild: Mauritius Images)
Fischerstechen bei der „Sandkerwa“ in Bamberg (Bild: Mauritius Images)

Die „Sandkerwa“ in Bamberg gehört zu den größten und beliebtesten Volksfesten in Bayern. Einer der Höhepunkte ist ein rund 500 Jahre alter Brauch: das Fischerstechen auf der Regnitz.

Bei dem von der örtlichen Schiffer- und Fischerzunft mitorganisierten Wettkampf stehen sich jeweils zwei Teilnehmer mit 2,5 Meter langen, gepolsterten Lanzen auf wackeligen Holzbooten gegenüber. Dabei versuchen sie, den jeweils anderen ins Wasser zu stoßen. Wer baden geht, scheidet aus. Wer stehen bleibt, kommt eine Runde weiter, bis am Ende der „König der Fischerstecher“ gekürt werden kann. Wer dem feuchtfröhlichen Spektakel beiwohnen will, kann dies in Bamberg übrigens gut von der Unteren oder der Oberen Brücke, der Markusbrücke oder vom Leinritt aus tun. Ob der Seriensieger Dominik Kropf heuer entthront werden kann?

Salzträger mit Schmalz

Zur Erinnerung an jene Menschen, die früher Salz oder auch andere wertvolle Güter über weite Strecken transportiert haben, feiert man jeden ersten Samstag im August in Grafenau im Bayerischen Wald das Salz­ säumerfest. Grafenau war früher ein wichtiger Umschlagplatz an der sogenannten „Gulden Straß“. Von 10 bis 22 Uhr lebt da­ her in der ganzen Stadt das Mittelalter auf: Zu sehen gibt es Handwerkskunst aus jener Zeit sowie Schwertkämpfer und Gaukler.

Malen mit der Kamera

Das Steirische Vulkanland im Südosten Österreichs gibt die traumhafte Kulisse für ein Seminar der besonderen Art: Servus­ Fotograf Peter Podpera lädt Hobbyfoto­grafen dazu ein, mit ihm gemeinsam auf Motivsuche zu gehen. Die auf maximal 10 Teilnehmer begrenzten Kurse finden von 19. bis 21. August bzw. von 23. bis 25. Au­gust statt. Nähere Infos auf servus.com/fotokurs. Unter allen Anmeldungen verlosen wir 2 Teilnehmerplätze.

Luftiger Tanzboden

Lindenbäume waren im Dorfleben über Jahrhunderte Treffpunkt und Festplatz, aber auch Gerichtsort. Eine der wohl ältesten Linden – etwa 350 Jahre – befindet sich im oberfränkischen Limmersdorf, wo sie noch alljährlich um Bartholomä (24. August) beim Kirchweihfest im Mittelpunkt steht. Dann wird nicht nur unter dem Naturdenkmal getanzt, sondern sogar in dessen Krone: auf einem Tanzboden in vier Meter Höhe, der nur für dieses Fest aufgebaut wird. Näheres auf lindenkirchweih.de