Ihre Schärfe hilft bei Husten und in ein Baumwolltuch gewickelt auch effektiv gegen Entzündungen und Erkältungen.

Servus-Expertin Karin Buchart

Karin Buchart schreibt regelmäßig für servus.com und teilt ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen.

  • Zwiebel hilft bei: Husten, Erkältung, Insektenstichen
  • Eigenschaften: antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzlindernd
  • Heilanwendung: roh, Wickel, Sirup
  • Innerliche Anwendung: Mit einem Zwiebelsirup lassen sich Husten und Erkältungskrankheiten lindern. Zwiebel bremsen zudem Entzündungsmediatoren, die in Schweineschmalz stecken. Ein guter Grund, Schmalzbrot nur mit Zwiebel zu genießen.

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  • Äußerliche Anwendung: Zwiebel-Patscherln helfen gegen Erkältungssymptome, fördern den Stoffwechsel und regulieren die Cholesterinbildung. Dafür zwei Zwiebeln grob schneiden, in ein Baumwolltuch einschlagen und auf dem Ofen erwärmen. Dann leicht quetschen, auf die Fußsohlen legen und Socken darüber ziehen. Die Füße sollten warm gehalten werden und die Socken mindestens eine halbe Stunde oder über Nacht anbehalten werden. Auch Insektenstiche kann man mit einer aufgeschnittenen Zwiebel einreiben, es lindert den Juckreiz.
  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Die Zwiebel hat in ihren vielen Schichten einiges versteckt. Die äußeren braunen Schalen enthalten den Farbstoff Quercetin, weshalb man sie in der Suppe mitkochen sollte. Im Inneren versteckt sie verschiedene Sulfide, das sind Schwefelverbindungen, die erst durch das Schneiden oder Kochen freigesetzt werden. Sie aktivieren die Verdauungssäfte, wirken desinfizierend, abschwellend und lösen den Husten. Die Zwiebel enthält auch Inulin, über das sich die Darmbakterien mit großem Appetit hermachen.
  • Botanische Merkmale: Die Zwiebel ist eine sehr sortenreiche Pflanze. Sie bildet ein Speicherorgan aus, das wir in Küche und Heilkunde schätzen. Der Blütenstand entfaltet sich zu einer prachtvollen Kugel aus lauter kleinen weißen Einzelblüten.
  • Geschichte: Die Zwiebel ist eine sehr alte Kulturpflanze. Bereits um 3.400 vor Christus kultivierte man sie im Nildelta. Die Zwiebel wurde während des Baus der Pyramiden gezielt eingesetzt: Jeder Arbeiter bekam täglich ein halbes Kilo zugeteilt, um Krankheiten vorzubeugen.