Solche Beinahe-Crashs kennt man eigentlich von seinem Bruder – doch in Motegi sorgt Moto2-Pilot Alex Marquez mit einem unglaublichen Save für Aufsehen.

In der Vergangenheit gab es viele spektakuläre Marquez-Saves, doch über diesen wird wohl noch eine ganze Weile geredet werden. Zumal bei der skurrilen Szene, die sich im dritten Freien Training der Moto2 auf dem Twin Ring Motegi ereignete, ausnahmsweise nicht Weltmeister Marc Marquez, sondern sein jüngerer Bruder Alex am Werke war.

Auf nasser Fahrbahn brach dem Kalex-Piloten ausgangs der Zielkurve das Hinterrad aus, sein Motorrad bäumte sich auf und warf den Spanier ab. Ihm gelang es dank einer akrobatischen Einlage jedoch, sich am Lenker festzuhalten. Und so steuerte er die Maschine, mit dem Körper neben dem Bike hängend, gekonnt an den Streckenrand der Start-und-Ziel-Geraden – unter dem Applaus seiner Crew in der Box.

„Ich flog hoch in der Luft, denn es war ein wirklich heftiger Highsider. Ich weiß selbst nicht, wie ich das anfangen konnte“, gab Marquez im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ zu. Bei der Aktion blieb er zum Glück unverletzt. Auch wenn der 23-Jährige erklärte: „Meine Schulter schmerzt etwas. Das Ganze hat ziemlich viel Kraft gekostet, aber es war ein guter Save.“

Marquez: „Hab darüber nachgedacht loszulassen“

An einem bestimmten Punkt habe er durchaus darüber nachgedacht loszulassen, räumte Marquez ein. „Ich war am Limit, aber schaffte es, mich festzuhalten. Am Ende ging alles gut“, zeigte sich der Spanier erleichtert. Von seinem älteren Bruder Marc gab es anschließend ein anerkennendes Lächeln, als er die Wiederholung der Szene auf seinem Bildschirm in der Honda-Box sah, bevor er selbst auf die Strecke ging.

„Wirklich beeindruckend“, schwärmte der MotoGP-Pilot später in der Qualifying-Pressekonferenz. „Diese Art von Save gelingt dir nur, wenn du extra konzentriert bist. Er befindet sich in einem wichtigen Moment der Meisterschaft und ist extrem fokussiert, weil er es schaffen will. Das Video vom Save hat er jetzt für immer, da sind gute Slow-Motions dabei.“

Im Qualifying hatte sich Alex Marquez von dem Schreckmoment wieder kuriert und stellte seine Kalex mit einer Zeit von 2:02.306 Minuten auf Startplatz vier. Vor dem viertletzten Rennen der Moto2-Saison hat der Kalex-Pilot in der WM-Wertung 40 Punkte Vorsprung auf Augusto Fernandez, der in Motegi von Position zwei ins Rennen gehen wird.

Tracklap: Onboard am Twin Ring Motegi