Im Q2 kommt es zu einer Berührung: Alex Rins äußert sich sehr kritisch zur Fahrweise von Marc Marquez und verweist auf die Szene im FT1 mit Maverick Vinales

Marc Marquez (Honda) hat sich in Brünn in überragender Manier seine 58. Pole-Position in der MotoGP gesichert. Doch wenige Minuten vor dem Triumph kam es im Q2 zu einem Schlagabtausch mit Suzuki-Pilot Alex Rins. Marquez behinderte Rins bei einer schnellen Runde, doch die Suzuki-Speerspitze steckte nicht zurück und stieß in eine Lücke.

Später konterte Marquez, obwohl er ohnehin auf dem Weg in die Boxeneinfahrt war. In der Boxeneinfahrt setzte sich Rins erneut vor die Honda mit der Nummer 93. Marquez drückte Rins mit der Hand zur Seite. Nach dem Qualifying wurde Rins auf die Aktion angesprochen und äußerte sich sehr kritisch über Landsmann Marquez.

„Es ist eine knifflige Angelegenheit. Er ist momentan allen einen Schritt voraus. Er ließ den Slick montieren und war extrem schnell. Doch ich denke, er hat keinen Respekt vor den anderen Fahrern. Er fährt seinen Stil“, kommentiert Rins den Vorfall.

Was war genau passiert? „In Kurve 5 kam er ein bisschen von der Linie ab. Miller und ich fuhren hinter ihm. Er drehte sich um und sah Jack und mich. Jack zog an ihm vorbei, doch er kehrte auf die Ideallinie zurück und behinderte mich. Ich pushte. Ich war nicht extrem schnell, pushte aber. In der nächsten Kurve versuchte ich, meine Linie zu fahren“, schildert Rins.

„Er öffnete die Tür und ich fuhr in die Lücke. Ich berührte ihn. Es war aber seine Schuld, denke ich. Wenn er langsam fährt, dann muss er von der Linie fahren“, stellt Rins klar und kritisiert das Manöver in Kurve 13: „In der letzten Kurve bremste er extrem hart, um mich zu überholen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Rins lässt sich von Marquez nicht beeindrucken. „Es ist nicht das erste Mal. Jeder kennt Marquez und weiß, dass er unglaublich viel Talent hat, aber ich muss nur auf das verweisen, was er im FT1 mit Vinales machte. Es war mehr oder weniger das gleiche. Marquez verlor eine Position und versuchte danach, sich in den Kopf des anderen Fahrers zu bringen.“

„Ich bin aber sehr entspannt“, betont Rins. Hat der Suzuki-Pilot Pläne, wie er den Spieß umdrehen kann? Wie könnte ein anderer Fahrer in Marquez‘ Kopf eindringen? „Nein, ich möchte einfach nur mein Ding machen. Ich würde etwas probieren, wenn ich mit ihm um die Meisterschaft kämpfen würde, doch er liegt 80 Punkte vor mir. Vielleicht ist er besorgt? Ich weiß es nicht (lacht; Anm. d. Red.)“, lacht Rins über das Verhalten des Weltmeisters.

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