Ducati enttäuscht beim Misano-Heimspiel auf ganzer Linie: Vorjahressieger Andrea Dovizioso wird nur Sechster, und macht vor allem ein Problem für sein Abschneiden verantwortlich.

Der Rückstand von Andrea Dovizioso in der Meisterschaft wuchs beim Heimrennen in Misano auf stolze 93 Punkte an. Somit ist endgültig klar, dass die WM für Ducati gelaufen ist. Vor einem Jahr noch konnte Dovizioso beim Heimrennen triumphieren und Punkte gutmachen. Dass er beim diesjährigen Misano-Grand-Prix kein Gegner für Marc Marquez sein würde, deutete sich bereits in den Trainings an.

„Es lief so, wie wir es erwartet haben“, kommentiert Dovizioso, der mit 13,7 Sekunden Rückstand als Sechster ins Ziel fuhr. „Wir hatten beim Test zu kämpfen und am Renn-Wochenende auch. Der Rückstand war von Beginn an zu groß.“

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Dovizioso: „Rückstand von Beginn an zu groß“

„Wir realisierten, dass wir ruhig bleiben müssen und uns auf uns konzentrieren müssen, um das Maximum aus der Situation herauszuholen. Das haben wir getan. Ich konnte bis zum Ende mit (Franco) Morbidelli und Valentino (Rossi) mithalten. Ich bin mit dem Rennen zufrieden“, bilanziert der Ducati-Pilot.

„Zu Beginn war ich nicht schnell genug, doch ich konnte bis zum Ende meine Zeiten konstant halten. Ich konnte am Ende etwas härter bremsen, als ich weniger Benzin im Tank hatte“, berichtet Dovizioso. „Wir waren mit der Front am Limit. Niemand konnte beim Bremsen etwas Verrücktes machen, weil ziemlich schnell das Vorderrad blockierte. Es gab wegen der fehlenden Haftung viele Stürze. Es war für alle noch schlimmer als im Training.“

Grip-Probleme machen Ducati zu schaffen

„Der große Rückstand ist natürlich negativ. Doch wir konnten kein besseres Rennen erwarten“, bedauert der Vize-Weltmeister und nennt den Grund für die im Vergleich zu 2018 enttäuschende Vorstellung. „Die fehlende Haftung war der größte Unterschied. Unsere Runden-Zeiten waren deutlich langsamer als im Vorjahr. Die Haftung hatte den größten Effekt.“

„Zudem konnten sich unsere Gegner verbessern. Die Bedingungen auf dieser Strecke, mit der vorhandenen Haftung und dem Layout harmonierten nicht mit unserem Motorrad. Wir hatten von Beginn an Probleme“, schildert der WM-Zweite.

„Man musste sehr sanft agieren, um schnell zu sein. Daran habe ich im Laufe des Wochenendes intensiv gearbeitet. Ich habe meinen Stil angepasst“, erklärt Dovizioso, der in den Trainings vor allem daran arbeitete, sanfter ans Gas zu gehen. „Der Rückstand war groß. Ich führe es aber auf die Bedingungen zurück. In der laufenden Saison konnten sich aber alle verbessern. Es geht also nicht nur um diese Strecke.“