Ducati-Pilot Andrea Dovizioso weist Kritik zurück, er sei nicht aggressiv genug: Viele MotoGP-Beobachter verstünden nicht, was wirklich passiert.

MotoGP-Vizeweltmeister Andrea Dovizioso gilt als analytischer und feinfühliger Fahrer. Dass er manchmal zu wenig aggressiv zu Werke geht, lässt der Italiener aber nicht gelten: „Viele Leute glauben, dass ich es nicht versuche, oder nicht aggressiv genug war, um etwas besser zu machen. Das ist aber nicht die Realität. Wenn man nicht den Speed hat, um vorne zu sein, geht es nicht um die Aggressivität, um das Ergebnis zu beeinflussen.“

Im Rückblick nennt er das Rennen in Assen als Beispiel: „Die ersten zwölf Runden habe ich zu 100 Prozent attackiert und bin die gleichen Zeiten gefahren wie die Top 3. Aber das war nicht unsere Pace. Das ist die Realität. Nach zwölf Runden musste ich langsamer fahren. Mein Fahrstil ist sehr sanft, man sieht keine Aggressivität. Deswegen sieht es so aus, dass ich nicht attackiere.“

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Dovizioso in Assen 14 Sekunden zurück

In Assen kam Dovizioso mit 14 Sekunden Rückstand als Vierter ins Ziel. „Ich war der erste Ducati-Fahrer im Ziel. Was soll ich sonst tun? Viele Leute sehen sich das Rennen an und verstehen nicht, was passiert. Jeder Fahrer hat einen anderen Stil. Das heißt nicht, dass man nicht zu 100 Prozent attackiert. Unsere Pace war nicht 1:34,0, obwohl ich das zwölf Runden gefahren bin. Ich war aggressiv, aber wenn man sich das Rennen ansieht, dann wirkt es nicht so.“

Zuletzt auf dem Sachsenring wurde Dovizioso Fünfter. Er wurde diesmal knapp von seinem Teamkollegen Danilo Petrucci geschlagen. 16 Sekunden betrug der Rückstand im Ziel. Vom erhofften Podestplatz war Ducati in Deutschland aus eigener Kraft weit entfernt. In der Weltmeisterschaft ist Doviziosos Rückstand auf Marc Marquez (Honda) auf 58 Punkte angewachsen.

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