Erster Sieg in der achten MotoGP-Saison: Danilo Petrucci gelingt beim Italien-Grand-Prix trotz Fieber und Zukunftssorgen ein wahrer Befreiungsschlag

Ducati-Werkspilot Danilo Petrucci sicherte sich beim Heimrennen in Mugello seinen ersten MotoGP-Sieg. „Nach der Zieldurchfahrt schreite ich so laut, dass ich auf der Ehrenrunde Probleme bekam. Es war richtig schlimm, weil ich keine Luft mehr hatte, um zu schreien“, bemerkt der Italiener unmittelbar nach dem Rennen.

„Es ist unglaublich, ausgerechnet hier auf dem schönsten Ort der Welt. Hier fing ich an, zu fahren. Es ist unglaublich, hier vor meinen Fans in meiner Heimat“, freut sich Petrucci, der als Ducati-Testfahrer schon unzählige Runden auf dem Mugello Circuit drehte.

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„Es war ein fantastisches Rennen. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, das ich aktuell habe“, bemerkt der Mann aus Terni, der geschwächt in das wohl wichtigste Rennwochenende der Saison ging. Fieber machte Petrucci zu schaffen und erschwerte die Bedingungen im Rennen. Aber selbst die Hitze am Renntag konnte ihn nicht stoppen.

Hitze macht den Grand Prix zur Belastungsprobe

„Am Morgen wachte ich auf und befand mich in einer guten Verfassung. Doch es sollte sehr heiß werden und an den vergangenen Tagen fühlte ich mich nach vier oder fünf Runden immer sehr erschöpft“, schildert die Nummer 9.

Im Rennen übernahm Petrucci lange die Führungsarbeit und kontrollierte die Situation. Er wollte mit der Schlussoffensive warten. „Ich wollte etwas Kraft und Reifen sparen. Fünf Runden vor Rennende wollte ich das Tempo anziehen. Doch als nur noch fünf Runden übrig waren, verschob ich meinen Plan auf die letzten drei Runden, dann auf die letzten zwei (lacht; Anm. d. Red.)“, scherzt Petrucci, der an seine körperlichen Grenzen ging.

Danilo Petrucci setzt sich gegen „Dovi“ und Marquez durch

Zu Beginn der letzten Runde wurde Petrucci von Marc Marquez und Andrea Dovizioso attackiert, die sich dank des Windschattens in Kurve 1 vorbeibremsen konnten. Die Top 3 fuhren nebeneinander aus der Kurve und Dovizioso musste zurückstecken. Petrucci behauptete sich vor Marquez und verwaltete die Führung bis zur Zieldurchfahrt, weil sich Marquez eher auf die Verteidigung statt auf einen Angriff konzentrierte.

„Ich rechnete damit, dass mich in der letzten Runde jemand überholen wird. Und ich lag richtig“, scherzt Petrucci. „Ich bremste hart, doch mir war bewusst, dass mich Marc und Andrea mit Hilfe des Windschattens in der ersten Kurve überholen wollen. Als Marc und Dovi vorbeizogen, sagte ich mir: ‚Nicht ein weiteres Mal. Ich habe das Rennen angeführt und dann blieb nur Platz drei oder vier.'“

Bei der Zieldurchfahrt hatte Petrucci 0,043 Sekunden Vorsprung auf Marquez. Dank der 25 Zähler für den Sieg schob sich der Ducati-Pilot in der WM auf die vierte Position und zog an Landsmann Valentino Rossi vorbei.

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