Valentino Rossi qualifiziert sich in Japan für die vierte Startreihe – mit der neuen Bremstechnik läuft es in den vielen harten Bremszonen noch nicht „fantastisch“.

Das Yamaha-Kundenteam Petronas fuhr im Qualifying zum Grand Prix von Japan mit Franco Morbidelli und Fabio Quartararo in die erste Startreihe. Auch Werksfahrer Maverick Vinales mischte bei der Vergabe der besten Startplätze mit und musste sich schlussendlich mit Rang vier zufriedengeben. Und wo war Valentino Rossi? Der Altmeister qualifizierte sich als Zehnter und wird somit in Motegi aus der vierten Startreihe angreifen.

Für Rossi scheint es kein Problem zu sein, dass seine Yamaha-Kollegen regelmäßig schneller sind: „Aus technischer Sicht ist es wichtig, dass die anderen Yamaha-Fahrer gut unterwegs sind, weil es uns hilft, mehr Dinge zu verstehen. Aber es ist auch eine gute Herausforderung, denn alle Yamaha-Fahrer machen es gut. Es gibt einen großen internen Kampf. Seit Quartararo hier ist, muss jeder sein Bestes geben.“

Das Qualifying der MotoGP: Motul Grand Prix of Japan

Rossi mit sechs Zehntel Rückstand

Rund sechs Zehntelsekunden fehlten Rossi im Qualifying auf den besten Yamaha-Fahrer. Probleme hatte er vor allem bei den harten Bremspunkten, von denen es in Motegi einige gibt. „Wir haben etwas anderes ausprobiert, um die Bremsphase zu verbessern. Eine schwierige Arbeit, aber wir haben es versucht. Auf der Bremse war ich heute nicht fantastisch, aber das betrifft generell die Abstimmung.“

Am Freitag hatte Rossi verraten, dass er seine Bremstechnik verändert und den Bremshebel nur mehr mit zwei Fingern bedient. Davon erhofft er sich, dass die Vordergabel beim Bremsvorgang linearer einfedert. „Von Q2 habe ich mir etwas mehr erwartet und habe gehofft, dass ich weiter vorne starten würde, weil FT4 nicht so schlecht war. Aber so ist es nun mal“, kommentiert Rossi sein Ergebnis.

Rossi: „Pace war recht gut“

„Wir müssen abwarten, wie es am Sonntag wird. Es soll morgen komplett trocken sein.“ Denn dann sind die Voraussetzungen wieder anders als am nassen Samstag. „Am Freitag war meine Pace nicht so schlecht. Aber wir müssen weiterarbeiten und uns verbessern.“ Rossi hofft auf einen guten Start. Dann bleibt abzuwarten, wie sich das Rennen entwickeln wird. „Ab Platz sechs sind alle eng beisammen. Meine Pace war im Trockenen recht gut.“

Nachdem er zuletzt über die Renndistanz große Grip-Probleme hatte, rüstete die Crew der 46 wieder auf die Standardschwinge aus Aluminium zurück. Rossi hat somit wieder die gleichen technischen Voraussetzungen wie seine Markenkollegen, die zuletzt bessere Ergebnisse einfahren konnten. Vor allem Vinales setzte seine Konkurrenzfähigkeit fort und war auch am verregneten Samstag konstant im Spitzenfeld zu finden.

„Die Reifen sind für alle gleich, aber in diesem Jahr verstehen wir sie besser“, sagt der Spanier. „Michelin hat auch etwas weichere Flanken hierher gebracht. Das ist für uns besser, weil wir in Schräglage etwas mehr Grip haben. Wir verstehen besser, wie wir mit diesen Reifen fahren müssen. Das war der Schlüssel heute.“ Aus der zweiten Reihe peilt Vinales seinen vierten Podestplatz in fünf Rennen an.