Erstes Podium der MotoGP-Saison 2019: Yamaha-Pilot Maverick Vinales verteidigt in Jerez Platz drei gegen die Werks-Ducatis und stärkt sein Selbstvertrauen.

Yamaha-Werkspilot Maverick Vinales fuhr beim Spanien-Grand-Prix erstmals seit seinem Moto3-Sieg 2013 aufs Podium. Mit Platz drei gelang Vinales das bisher beste Saison-Ergebnis. Zudem war er bester Yamaha-Pilot. Nur 2,4 Sekunden trennten ihn von Sieger Marc Marquez (Honda).

In den finalen Runden kam Ducati-Pilot Andrea Dovizioso näher heran, konnte aber keine Attacke starten. „Es war schwierig, weil ich nur noch ein bisschen Gummi übrig hatte. Ich weiß nicht, ob ich noch mehr Runden hätte so fahren können wie die letzte Runde“, kommentiert Maverick Vinales, der im finalen Umlauf keinen Fehler machte.

Möglich wurde das Podium durch den Start, der deutlich besser war als das, was Vinales bei den bisherigen Rennen zeigte. „Ich bin mit meinem Start sehr zufrieden. Das war das erste Ziel, gut zu starten. Es ist schade, wie es in Austin lief, denn dort hatte ich auch einen guten Start, doch da habe ich mich kurz bewegt. Ich denke, dass ich in Austin eher bereit war als hier, denn das war ein Kurs, den ich sehr mag“, grübelt Maverick Vinales.

„Ich freue mich sehr über das Podium in Jerez. Es ist ein Kurs, auf dem ich in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatte. Es fühlt sich wie ein Sieg an, auf dem Podium zu stehen. Wir haben sehr viel Selbstvertrauen zurückerhalten, vor allem für den Vorderreifen“, berichtet der Yamaha-Pilot und betont: „Das war sehr wichtig.“

Yamaha in Jerez näher dran

Nach den enttäuschenden Vorstellungen in den beiden vergangenen Jahren war Yamaha in diesem Jahr näher dran. „Es war wichtig, dass wir nicht weit hinter Alex (Rins) und Marc (Marquez) lagen. Wir müssen weiter arbeiten und daran denken, dass es am wichtigsten ist, jetzt konstant aufs Podium zu fahren“, so Maverick Vinales.

Die Fortschritte in der Startphase und die verbesserte Abstimmung zahlen ich aus. Was war laut Vinales ausschlaggebend für das gute Ergebnis? „Beides“, antwortet er und versucht, die Fortschritte beim Start zu erklären: „Ich mache etwas anders auf dem Motorrad. Das ermöglicht mir mehr Konstanz. Die Folge ist, dass ich präziser agieren kann. Sie haben mir mit dem Motorrad sehr geholfen. Wir müssen weiterarbeiten. Wir verbessern uns ziemlich gut, doch es ist noch mehr möglich.“

Handlungsbedarf gibt es bei Yamaha aber trotz des Podiums noch genug: „In den Rennen verlieren wir immer sehr viel Traktion. Wenn kein Grip vorhanden ist, verlieren wir sehr viel Beschleunigung. Es ist schwierig, zu verstehen, wie wir uns verbessern können, weil man nur im Rennen das Gefühl hat. Bei den Tests ist die Haftung immer sehr gut und ich kann pushen.“

Einige Hausaufgaben für den Test

Am Montag hat Vinales in Jerez die Chance, beim offiziellen Test weitere Verbesserungen zu erzielen. „Ich muss die Traktion verbessern. Das ist sehr wichtig. Ich hatte das Gefühl, sehr viel im Vergleich zu unseren Gegnern zu verlieren. Es war aber weniger schlimm als auf anderen Strecken“, vergleicht er.

„Wir konzentrieren uns auf die Traktion, weil das für meinen Fahrstil am wichtigsten ist. Zudem versuchen wir, das Kurvenverhalten zu verbessern, weil ich damit ein bisschen zu kämpfen hatte“, gesteht der Yamaha-Pilot.

„Wir werden uns bestimmt nicht mit der Elektronik befassen, denn die ist jetzt ziemlich auf Stand. Ich denke, dass wir an der Motorbremse arbeiten, weil ich da sehr sensibel bin. Zudem werden wir an der Traktion arbeiten und uns mit dem mechanischen Grip befassen“, schildert Maverick Vinales, der schon sehnsüchtig auf das nächste Rennen wartet: „Le Mans ist ein Kurs, den ich sehr mag. Dort erzielte ich immer die besten Ergebnisse meiner Karriere.“

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