Stefan Bradl ist mit seiner Leistung im Qualifying (P14) zum Grand Prix von Deutschland zufrieden – Der Deutsche freut sich auf sein Heimrennen auf der Honda

Stefan Bradl beendet den Qualifying-Samstag auf seiner Heimstrecke auf dem Sachsenring auf dem 14. Rang. Der Deutsche verfehlt den Einzug in Q2 knapp, im ersten Abschnitt wird er Vierter. Für den Rennsonntag hat er sich bereits eine Strategie überlegt.

„Ich bin ganz glücklich. Wir haben sehr viele verschiedene Dinge ausprobiert am Bike. Das ist auch logisch aus Sicht von HRC, wenn schon ein Testfahrer fährt an so einem Rennwochenende“, versteht Bradl das Vorhaben des Teams.

Das Qualifying der MotoGP: HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland

Er war wie schon am Freitag auf dem Bike von Jorge Lorenzo unterwegs, das extra auf seinen Fahrstil abgestimmt und an seine Bedürfnisse angepasst wurde. Im dritten Freien Training fuhr er seine beste Rundenzeit aller Trainingssessions, allerdings fehlte eine Sekunde auf Teamkollegen Marc Marquez.

„Rundenzeit war nicht so schlecht“

„Von Beginn an konnten wir sehen, dass wir nicht weit weg sind von der Pace auf diesem langsamen Kurs. Das heißt, dass wir einiges ausprobieren konnten, was sehr wichtig ist für die Zukunft. Das haben wir im dritten Training gemacht.“

Schon gestern wurde Bradl seiner Testfahrerrolle gerecht. Er hoffte, dass er sich am Samstag mehr auf sein Rennen konzentrieren könne, aber auch am Vormittag war er als Versuchskaninchen auf der Strecke unterwegs.

In Q1 fehlten schließlich nur eineinhalb Zehntelsekunden auf den Q2-Einzug und Rang zwei. Er reihte sich auf dem vierten Rang ein, das bedeutet Startplatz 14 am Sonntag. „Ich bin auch glücklich, weil meine Rundenzeit nicht so schlecht ist.“

„Wenn es so eng zugeht, um ins Q2 einzuziehen, dann will man natürlich immer diese paar Zehntel noch herausfahren, die gefehlt haben. Aber mit ein wenig Abstand bin ich glücklich mit der Performance.“

Im vierten Freien Training, das für die Abstimmung des Renn-Set-ups genutzt wird, konnte er sich auf dem 13. Rang platzieren. Bradl fuhr zwei Runs auf Hard-Medium. Dabei schaffte er sieben Runden im niedrigen 1:22er-Bereich. Marquez war im Renntrimm auf derselben Reifenmischung rund eine Sekunde schneller.

„30 Runden sind ein langes Rennen. Es ist nicht so einfach zu überholen, daher ist das Wichtigste, das man keine Fehler macht“, lautet Bradls oberste Priorität. „Man muss konstant sein.“

„Eine spezielle Situation in den Werksfarben von Honda“

Viele Fahrer in seinem Umfeld haben eine ähnliche Pace, auch die KTM-Fahrer, hat Bradl Pol Espargaro und Johann Zarco auf dem Schirm. „Die anderen vorn sind nicht viel schneller. Ich denke, es wird sich also eine Gruppe bilden.“

Sein Plan? „Einen guten Start haben und mit ein paar schnelleren Jungs vor mir mithalten. Aber das ist immer auch ein bisschen ein Traum“, gibt er zu. Auch die Reifen werden eine wichtige Rolle im Rennen spielen, für Sonntag werden kühlere Temperaturen erwartet.

Noch habe er sich nicht entschieden, auf welchen Reifenmischungen er starten wird. „Wir müssen die Daten erst analysieren. Wir haben uns noch nicht entschieden. Der harte Reifen hat funktioniert, auch der weiche, den habe ich im Qualifying verwendet. Es werden kühlere Temperaturen morgen erwartet, das müssen wir bedenken.“

Generell freut er sich auf sein Heimrennen: „Wir sind gut vorbereitet für morgen, motiviert und auch erfreut, morgen vor heimischem Publikum am Start zu stehen. Das ist schon eine spezielle Situation für mich in den Werksfarben von Honda“, ist er stolz.

„Ich bin gespannt, was uns morgen erwartet. Bis jetzt habe ich mich ganz ordentlich verkauft. Ich bin zufrieden mit der Performance. Morgen geht es darum, in die Punkte zu fahren und das Bestmögliche aus dem Tag machen.“