Wie so oft war Marc Marquez auch in Misano der einzige konkurrenzfähige Honda-Fahrer im MotoGP-Feld. Cal Crutchlow erklärt, wie der Spanier das geschafft hat.

Für Cal Crutchlow entwickelte sich das MotoGP-Wochenende in Misano zu einem echten Albtraum. Weder in den Trainings noch im Qualifying oder Rennen war der LCR-Honda-Pilot konkurrenzfähig genug, um in die Top 10 vorzudringen. Im Rennen schied er auf Platz elf liegend nach einem Sturz ohne Punkte aus.

Dass Markenkollege Marc Marquez mit der Honda in Misano nach einem Zweikampf mit Fabio Quartararo auf der letzten Runde noch den Sieg holte, ringt Crutchlow Respekt ab. „Marc hat hier ein Wunder vollbracht, so einfach ist das“, konstatiert der Brite. „Jeder andere mit seinem Paket könnte nicht das tun, wozu er in der Lage ist.“

Während der LCR-Honda-Pilot nach dem Rennen vor allem über das Turning der RC213V klagte („Ich hatte in jeder Kurve zu kämpfen. Es gab keine einzige Kurve, in der ich das ganze Wochenende über stark war“), schien Marquez diese Probleme einmal mehr besser kompensieren zu können. Ein Kraftakt, wie Crutchlow weiß.

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Crutchlow: „Marc arbeitet 80 Prozent mehr als andere Fahrer“

„Er hatte ein schnelles Motorrad im fünften und sechsten Gang. Aber er arbeitete wahrscheinlich 80 Prozent mehr in jeder einzelnen Kurve und Bremszone als die Fahrer um ihn herum.“ Das sei Marquez nach dem Rennen auch anzumerken, sagt Crutchlow. „Er ist viel müder als die Jungs auf dem Podium, man sieht es an seinem Gesicht.“

Doch der Honda-Pilot weiß: „Marc ist sehr fit, er befindet womöglich in seiner Blütezeit. Ich glaube, sein Feedback ähnelt unserem. Aber ich denke nicht, dass er sich so sehr darum kümmert wie die anderen Fahrer es tun müssen. Denn er ist in der Lage, das Rennen jedes Mal auf dem Podium zu beenden und hier zu gewinnen.“

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