Cal Crutchlow fuhr wie Jorge Lorenzo für Yamaha und Ducati, ehe er auf Honda umstieg. Der Brite kennt also die Probleme, die Lorenzo derzeit bremsen.

Wenn jemand die Start-Schwierigkeiten von Jorge Lorenzo bei Honda ansatzweise nachvollziehen kann, dann ist das wohl Cal Crutchlow. Auch er begann seine MotoGP-Karriere auf einer Yamaha, wechselte dann für ein Jahr zu Ducati und fährt seit 2015 eine Honda RC213V im Kundenteam von LCR. Ihm kommen Lorenzos Probleme bekannt vor.

„Als ich bei Ducati war, saß man sehr tief auf dem Motorrad, quasi im Motorrad, ähnlich wie bei Yamaha. Demgegenüber hat man bei Honda eine vergleichsweise hohe Sitzposition“, erklärt Crutchlow. „Ich glaube, dass er damit Probleme hat. Zudem ist die Belastung auf die Arme sehr hoch, wenn man bremst. Es ist physisch anspruchsvoll.“

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Als Crutchlow zu Honda wechselte, habe auch er genau diese Dinge erfahren und lernen müssen. Der Brite weiß: „Hondas Philosophie ist, dass man damit fährt und das war’s. Wenn Marc (Marquez) das Motorrad fahren kann, wenn Casey (Stoner) es zu seiner Zeit fahren konnte… Am Ende des Tages gewinnt es Rennen.“

Crutchlow: „Werde ihm nicht helfen“

„Ihre Philosophie war schon immer: Das Motorrad ist das Motorrad, und man fährt es, wie man es bekommt“, sagt Crutchlow weiter. „Versteht mich nicht falsch. Sie werden hart arbeiten und versuchen, es für ihn zu verbessern. Aber es wird ein Punkt kommen, an dem er sich daran gewöhnen und anfangen wird, schneller zu sein.“

Schließlich habe Lorenzo nicht das Fahren verlernt und mit seinen fünf Titeln bewiesen, dass er zu den Besten gehört, verteidigt Crutchlow seinen Markenkollegen. Der LCR-Pilot glaubt an einen möglichen Durchbruch: „Man weiß nicht, was das Wochenende für ihn bringen wird. Der Schalter könnte sich plötzlich einfach umlegen.“

Schaffen müsse er das aber allein. „Ich werde ihm nicht helfen“, sagt Crutchlow. „Ich helfe vor allem dem Team und Honda, indem ich versuche, das Motorrad mit zu entwickeln. Das kommt jedem zugute. Dafür arbeite ich eng mit Marc zusammen. Klar ist er ein Konkurrent, aber Ziel ist es, das Bike schneller zu machen. Das hilft ihm, das hilft mir.“

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