In Austin fuhr Suzuki-Pilot Alex Rins überraschend zu seinem ersten MotoGP-Sieg – LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow analysiert, was den Spanier so stark macht.

Im MotoGP-Rennen von Austin vor knapp drei Wochen war Suzuki-Pilot Alex Rins nach dem Sturz von Favorit Marc Marquez (Honda) der Überraschungsmann auf dem Siegertreppchen. Hatten miese Qualifyings in Katar und Argentinien Podestplätze noch vereitelt, stürmte Rins in Texas von Startplatz sieben zum Sieg.

Beim Saisonauftakt in Katar war Rins noch knapp am Podium vorbeigeschrammt. Das Duell konnte damals Cal Crutchlow (LCR-Honda) für sich entscheiden. „Ich genieße es, mit Alex zu fahren. Er ist ein netter Kerl und fährt wirklich gut“, sagt der Brite über den Suzuki-Konkurrenten.

Austin: Die Experten-Analyse

„Man hat es schon Ende vergangenen Jahres gesehen, als er fuhr wie ein Rocketman. Er war extrem schnell und sehr konstant unterwegs, von Woche zu Woche. Auch in Katar war er sehr, sehr gut.“ Tatsächlich stand Rins in den letzten vier Saisonrennen 2018 dreimal auf dem Podest, ein Sieg gelang ihm aber noch nicht.

Das hat sich in Austin geändert. „Seine Stärke ist, dass er immer vorn dabei ist. Ich weiß nicht, ob er das Beste aus dem Motorrad macht. Aber das Motorrad ist sehr, sehr gut – als Gesamtpaket“, analysiert Crutchlow. Vor allem die Kurvengeschwindigkeit der GSX-RR war von der Konkurrenz zuletzt immer wieder gelobt worden.

„Er wird von Jahr zu Jahr schneller

Und auch Rins hat sich weiterentwickelt. „Er ist ein guter Fahrer und wird von Jahr zu Jahr schneller. Das ist schön zu sehen“, sagt Cal Crutchlow. Als einen Vorteil sieht er dabei auch, dass die Erwartungshaltung an Rins eine andere sei als an die restlichen Fahrer im Spitzenfeld.

„Ich denke, er als Fahrer hat keinen Druck zu performen. Er ist die Nummer eins bei Suzuki, aber sie fordern von ihm keine Siege. Weil sie bei Suzuki noch keine Siege erwarten. Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn er im WM-Kampf mitmischen würde.“ Das könnte sich mit Rins‘ jüngstem Triumph in Austin geändert haben.

Immerhin sehen einige wie etwa Yamaha-Star Valentino Rossi den jungen Spanier bereits als einen ernstzunehmenden Kandidaten im Titelkampf an. Allerdings muss Rins seine starke Form dafür auch in Jerez bestätigen. Der Kurs gilt nicht umsonst als eine Art Gradmesser für den Rest der Saison.

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