Ducati-Teammanager Davide Tardozzi sieht für Mugello und Barcelona Marc Marquez in der Favoritenrolle – die Entscheidung für Petrucci und gegen Lorenzo war richtig.

Mit dem Grand Prix von Italien wartet am kommenden Wochenende der Saison-Höhepunkt für Ducati. In den vergangenen Jahren war Mugello fest in der Hand der Traditionsmarke. 2017 triumphierte Andrea Dovizioso und im Vorjahr gab es einen Doppelsieg. Jorge Lorenzo dominierte mit der Desmosedici und fuhr sechs Sekunden vor Dovizioso über die Ziellinie.

Ein starkes Ergebnis beim Heimrennen wird auch diesmal für Ducati wichtig werden, um Marc Marquez (Honda) im WM-Kampf die Stirn zu bieten. Anschließend folgt mit Barcelona eine weitere Strecke, die Ducati theoretisch entgegenkommen sollte. „Ja das stimmt“, wird Teammanager Davide Tardozzi bei ‚Paddock-GP.com‘ zitiert.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Der Ex-Rennfahrer sieht dennoch Marquez für die nächsten beiden Rennen in der Favoritenrolle: „Wir müssen sicherlich mehr machen, um Marquez in Mugello und Barcelona zu schlagen.“ Auch wenn Marquez in dieser Saison bisher der dominierende Mann war, so hat Dovizioso nach fünf Rennen deutlich mehr WM-Punkte auf dem Konto als in den vergangenen beiden Jahren.

Tardozzi: „Haben drei konkurrenzfähige Fahrer“

Ducati führt außerdem die Teamwertung 33 Punkte vor dem Honda-Werksteam an. „Das zeigt, dass das Ducati-Team sehr stark ist. Danilo Petrucci hat bewiesen, dass er konkurrenzfähig ist, nachdem es viel Kritik daran gab, dass wir uns für ihn statt für Jorge Lorenzo entschieden haben“, so Tardozzi, der sich bestätigt fühlt. „Bislang hat sich gezeigt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.“

Das Zwischen-Fazit für Ducati fällt deshalb positiv aus, denn man ist in der WM in Schlagdistanz. „Wir haben gute Ergebnisse erzielt. Es stimmt, dass wir nur ein Rennen gewonnen haben, aber in Le Mans hatten wir drei konkurrenzfähige Fahrer“, verweist Tardozzi auf Dovizioso, Petrucci und Jack Miller, der auch auf einer aktuellen GP19 sitzt. „Und Andrea Dovizioso hat nur acht Punkte Rückstand auf Marquez.“

In Le Mans setzte sich Dovizioso knapp gegen seine beiden Markenkollegen durch. Es hätte auch anders kommen und „Dovi“ hätte WM-Punkte verlieren können. Bereitet diese Situation dem Ducati-Management Sorgen? „Nein, das glaube ich nicht“, winkt Tardozzi ab. „Momentan denken wir nicht über dieses Problem nach. Diese Bedenken haben wir nicht.“

Sollte Dovizioso in Mugello und Barcelona gewinnen, wo Ducati auch in den letzten beiden Jahren jeweils triumphierte, würde er die WM-Führung von Marquez übernehmen…

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