Die Leistungen von Jorge Lorenzo bereiten dem Dorna-Chef Sorgen: Sollte die Gesundheit des Ex-Champions das Problem sein, legt ihm Carmelo Ezpeleta einen Rücktritt nahe.

Jorge Lorenzo ist seit seiner MotoGP-Rückkehr nur noch ein Schatten seiner selbst. Aus eigener Kraft konnte der Spanier zuletzt nicht in die Punkteränge fahren und war auf Ausfälle angewiesen, um es in die Top 15 zu schaffen. Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta bereitet die Situation des Ex-Champions offenbar zunehmend Sorgen.

Nach aktuellem Stand wird Lorenzo auch 2020 für Honda antreten. Bisher kam der Weltmeister von 2010, 2012 und 2015 so gut wie überhaupt nicht mit der RC213V zurecht. Und auch der Dorna-Boss fragt sich inzwischen, warum sich Lorenzo das noch antut.

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Ezpeleta: Lorenzo muss auf seinen Körper hören

„Lorenzo muss eine Entscheidung treffen“, stellt Ezpeleta im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ klar. „Ich komme sehr gut mit ihm aus und liebe ihn. Doch er muss darüber nachdenken, was er in seinem Leben möchte. Wenn sein Rücken weh tut, dann ist das eben so.“

„Jorge muss darüber nachdenken, ob er sich erholen und als der Lorenzo zurückkehren kann, den wir alle kennen. Oder, ob das nicht möglich ist. Das ist wichtig für ihn und die Meisterschaft. Ich sehe nicht gern zu, wie so ein guter Fahrer 19. wird“, bemerkt Ezpeleta.

„Es macht mich traurig, ihn so zu sehen“

Ein Motivations-Problem erkennt der Dorna-CEO bei seinem Landsmann dagegen nicht. „Ich bezweifle, dass er sich mehr antreiben kann, als das momentan der Fall ist. Wenn sich aber herausgestellt hat, dass es ihm nach seinem Unfall in Assen schlecht geht, muss er über den nächsten Schritt nachdenken. Und überlegen, ob er nicht lieber aufhören sollte.“

Abschließend erinnert sich Ezpeleta an die Dutch TT vor sechs Jahren, als Lorenzo im Training stürzte, sich in Spanien operieren ließ und dann am Rennen teilnahm. „Ich glaube, dass der Lorenzo, der 2013 in Assen mit einem frisch operierten Schlüsselbein fuhr, nicht verstehen würde, was er aktuell treibt. Es macht mich traurig, ihn so zu sehen“, so der Dorna-Boss.