Andrea Dovizioso geht in Le Mans kampflos an Jack Miller vorbei: Der Australier fällt nach einer starken Startphase bis auf Position vier zurück.

Zwei Runden lang führte Pramac-Pilot Jack Miller den Frankreich-Grand-Prix in Le Mans an. Danach behauptete sich der Australier bis zur 16. von 27 Runden auf Position zwei und war bester Ducati-Pilot, ehe Andrea Dovizioso und später auch Danilo Petrucci durchschlüpften.

Dovizioso kam ohne große Gegenwehr an der Nummer 43 vorbei. Miller erwartete, dass Dovizioso die Lücke zu Marc Marquez schließt und für Ducati gewinnt. Doch das passierte nicht.

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„Ich ließ Dovi vorbei, weil ich dachte, dass er schnell ist. Doch ehrlich gesagt war sein Tempo nicht besonders gut. Dadurch konnte Danilo uns einholen. Das war aber andererseits auch gut, weil ich ein paar Dinge verstehen konnte“, schildert Miller, der in Le Mans einige Lektionen lernen konnte.

„Ging davon aus, dass Dovizioso schneller ist“

„Es gibt ein paar Dinge, die wir anders machen können“, hält der Australier fest. Hat er Dovizioso freiwillig vorbeigelassen? „Ja, aber nur weil ich sah, dass er hinter mir war“, kommentiert er. „Ich ging davon aus, dass er schneller ist und war mir unsicher, ob er versucht, Marc einzuholen. Als er vorbei war, verstand ich, dass er ziemlich zufrieden damit war, den Rückstand zu verwalten.“

Hinter Dovizioso konnte Miller seine Reifen schonen und die Temperatur etwas verringern. In der Startphase beanspruchte Miller seinen Hinterreifen sehr stark. „Ich konnte es ein bisschen genießen. Das Motorrad funktionierte ziemlich gut. Vielleicht war ich beim Start ein bisschen zu euphorisch und nutzte die Reifenflanke zu stark“, fasst er sein Rennen zusammen.

„Ich wollte an Marc vorbei, weil ich das Gefühl hatte, schnell genug zu sein. Ich wusste aber nicht, ob ich das Tempo im gesamten Rennen durchhalten kann. Ich versuchte, mich vor Marc zu schieben und etwas Tempo rauszunehmen. Doch er konnte mich nach zwei Runden wieder überholen. Als er vorbei war, konnte er mir pro Runde eine Zehntelsekunde abnehmen und zog davon“, schildert Miller.

Miller am Schluss mit Chancen aufs Podium

In der Schlussphase hatte Miller durchaus Chancen auf ein Podium, als es zwischen den beiden Werks-Ducatis eng wurde. „Ich beobachtete, wie es zwischen Dovi und Danilo eng zuging. Ein Teil von mir war besorgt und ein anderer war natürlich happy. Ich würde lügen, wenn ich das verneinen würde“, erklärt Miller.

„Im dritten Sektor war ich schnell. Ich konnte sie einholen. Doch im finalen Sektor haben sie mir Meter abgenommen. Ich musste mich die komplette Runde zurückkämpfen, um dann wieder alles zu verlieren. Ich konnte sie nicht mehr herausfordern“, bedauert Miller, der mit 2,940 Sekunden Rückstand Vierter wurde und sich knapp gegen Valentino Rossi durchsetzte.

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