Seit dem Comeback des Österreich-GP 2016 ist Ducati in Spielberg ungeschlagen: Doch in diesem Jahr wird es schwieriger denn je, die Siegesserie fortzusetzen.

Andrea Iannone, Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo – die drei Österreich-Sieger der vergangenen Jahre haben eins gemein: Sie pilotierten jeweils eine Ducati Desmosedici, als sie in Spielberg triumphierten. In diesem Jahr zählt Dovizioso erneut zu den Favoriten, doch WM-Leader Marc Marquez wird es dem Italiener nicht leicht machen, die Ducati-Erfolgsserie fortzusetzen.

„Nach Brünn bin ich zuversichtlich. Wir möchten die Ducati-Siegesserie hier fortsetzen. Doch wir wissen, wie schwierig es wird auf Grund von Marcs Form. Bereits im Vorjahr kam er vor mir ins Ziel. Es wird schwierig, ihn aufzuhalten“, prophezeit Dovizioso vor dem elften Rennen der Saison.

Gutes Ducati-Gefühl

Ich bin froh, wie es in Brünn lief. Vom ersten Training an waren wir schnell. Marc und ich pushten viele Runden lang sehr hart. Es war gut. Der Test war auch gut. Ich hatte ein gutes Gefühl für die Ducati. Wir probierten ein paar neue Sachen. Das war interessant. Es ist immer wichtig, das neue Material für die Zukunft zu testen, um die Richtung zu verstehen“, erklärt „Dovi“, der am Montag nicht auf Zeiten-Jagd ging.

MotoGP: Willkommen am Spielberg!

„Wir konzentrierten uns darauf, unsere Teile miteinander zu vergleichen“, betont der WM-Zweite. Im Vergleich zum Vorjahr hat er mehr Punkte auf seinem Konto, liegt aber in der WM dennoch weit zurück. Selbst mit zwei Siegen und zwei Marquez-Ausfällen wäre Dovizioso mit seiner Ducati noch nicht dran am Weltmeister.

„Wir haben mehr Punkte als im Vorjahr. Das Problem ist, dass auch Marc mehr Punkte hat. Wir hätten mehr Punkte haben können ohne das Pech von Barcelona“, spielt Dovizioso den von Jorge Lorenzo verursachten Massencrash an. „Es ist schwierig, doch wir liegen nicht so weit zurück.“

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Mischt Danilo Petrucci an der Spitze mit?

Ducati-Teamkollege Danilo Petrucci ist aktuell WM-Dritter und könnte in Spielberg ebenfalls ein Kandidat für den Sieg sein. „Ich startete in die Meisterschaft mit dem Ziel, mein Bestes zu geben. Das mache ich. Ich weiß nicht, wie viele Leute erwartet haben, dass ich in der zweiten Saisonhälfte auf Platz drei der Meisterschaft liege“, bemerkt die Nummer 9.

„Ich fahre eine gute Saison. Das vergangene Rennen war sicher unterhalb der Erwartungen“, kommentiert er den enttäuschenden Brünn-GP. „Ich war im Rennen langsam. Beim Montagstest verstanden wir zum Glück die Situation und änderten das Motorrad in einigen Bereichen. Das dürfte auch hier hilfreich sein.“

„Mit Blick auf die Meisterschaft ist die Situation schwierig. Wir kämpfen gegen einen der besten Fahrer der MotoGP-Geschichte. In jedem Jahr kommen neue Fahrer in die MotoGP und die Fahrer werden immer besser. Es wird also immer schwieriger“, beurteilt Petrucci die Situation in der Königsklasse.

„Es ist schwierig, Marc zu besiegen. Wir versuchen es bei jedem Rennen. Dovi hatte in Barcelona ein bisschen Pech. Mental ist es schwierig, Punkte aufzuholen“, so Petrucci. „Ohne den Sturz würde es vielleicht anders aussehen. Doch wir dürfen nicht zurückblicken. Wir müssen auf dieser Strecke versuchen, vor ihm zu landen.“

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