Alex Rins überzeugt in Mugello mit nur 0,5 Sekunden Rückstand als Vierter: Erneut zeigt der Suzuki-Pilot im Rennen eine beeindruckende Aufholjagd.

Suzuki-Pilot Alex Rins mischte beim Grand Prix in Mugello munter in der Spitzengruppe mit. Der Spanier kämpfte aber mit dem Topspeed-Nachteil seiner Suzuki und musste in den kurvigen Sektionen viel riskieren, um den Anschluss an Danilo Petrucci, Marc Marquez und Andrea Dovizioso zu halten. Am Ende fehlten 0,535 Sekunden zum Sieg.

„Bereits vor dem Start des Rennens wussten wir, dass es auf Grund der langen Geraden eine schwierige Strecke für uns ist“, bemerkt Rins, der das Potenzial seiner Suzuki gut nutzte. „Ich war enttäuscht, weil ich schnell genug war, um das Rennen zu gewinnen. Aber wir holten einen vierten Platz auf einer Strecke, die uns mit ihrer langen Geraden Probleme bereitet.“

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Wie Yamaha leidet auch Suzuki auf den Geraden. „Es ist sehr schwierig in unserem Fall, das Motorrad schneller zu machen, weil die Motoren versiegelt sind. Doch wir können zum Beispiel die Aerodynamik, die Neigung zu Wheelies und den Luftwiderstand verbessern. Suzuki wird mit Sicherheit daran arbeiten und neue Komponenten bringen“, kommentiert der Spanier und fügt hinzu: „Momentan sind die gute Traktion und unsere Kurvengeschwindigkeiten unsere Stärken.“

Alex Rins kann Qualifying-Schwäche kompensieren

In der laufenden Saison startete Rins noch nie aus einer der beiden ersten Reihen. Auch in Mugello zeigte der Suzuki-Pilot kein gutes Qualifying und verpasste im Q1 den Aufstieg ins Q2: Startplatz 13 beim Italien-Grand-Prix. Rins weiß, dass er im Qualifying Defizite hat, bewertet diese Schwäche aber nicht über.

„Die Startposition war nicht entscheidend. Sicher hilft es, weiter vorne zu starten. Aber ich holte in der ersten Runde viele Positionen auf. Deshalb spielte es keine Rolle“, erklärt Rins, der nach Runde eins schon Siebter war und nach Runde zwei in den Top 5 lag.

Aber beanspruchen diese Aufholjagden nicht unnötig die Reifen? „Sicher nutze ich den Vorderreifen, um zu überholen oder meine Position zu behaupten. Doch das ist im kompletten Rennen der Fall.“

WM-Dreikampf mit Marquez und Dovizioso?

Abgesehen vom Frankreich-Grand-Prix beendete Rins alle Rennen in den Top 5. Als WM-Dritter ist der Suzuki-Pilot nach wie vor ein Kandidat für den Titel. „Marc und Dovi ziehen ein bisschen davon. Wir haben 88 Punkte und Dovi 103. Doch es stehen noch viele Rennen aus. Wir sind in der zweiten Saisonhälfte immer stark. Ich werde versuchen, in jedem Rennen mein Bestes zu geben“, verspricht er seinen Fans.

„Katar und Mugello sind für uns schwierige Strecken. Wir kamen beide Male auf Position vier ins Ziel und besiegten einige Ducatis und Hondas. Das ist o.k.“, bilanziert Suzukis Speerspitze. Und fügt augenzwinkernd an: „Wenn wir in diesem Jahr nicht die Meisterschaft gewinnen, dann mit Sicherheit im nächsten!“

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