KTM-Pilot Pol Espargaro steigt knapp zwei Wochen nach seinem Aragon-Sturz wieder auf die RC16: Nach anstrengenden Tagen gibt er in Thailand sein Comeback.

KTM-Werkspilot Pol Espargaro hat am Donnerstag die ärztliche Freigabe erhalten, den Grand Prix von Thailand in Buriram in Angriff zu nehmen. Der Spanier war vor knapp zwei Wochen im Abschlusstraining zum Aragon-Grand-Prix heftig gestürzt und hatte sich dabei einen Bruch im linken Handgelenk zugezogen. Auf das Qualifying und das Rennen im Motorland Aragon musste er verzichten.

„Mein großes Ziel war es, für Thailand wieder fit zu sein“, sagt Espargaro, dem operativ eine Metallplatte in die linke Hand eingesetzt wurde. „Die Wunde wurde mit 14 Stichen genäht, weil die Platte recht groß ist“, so der Spanier. Aber für ihn war nicht die Operation selber das größte Problem.

Espargaro: Therapie auch im Schlaf

„All die Therapien waren wirklich anstrengend. Sogar im Schlaf bekam ich eine Magnettherapie“, erzählt Espargaro. In diesem Zusammenhang spricht er von einer „Rund-um-die-Uhr-Therapie“ und versichert: „Mehr konnte ich nicht tun.“

Wie es sich auf dem Bike anfühlt, wird Espargaro ab dem ersten Freien Training in Buriram am Freitag wissen. Eines steht für ihn aber schon jetzt fest: Zuhause bleiben war für ihn keine Option: „KTM braucht mich wie sie die anderen Fahrer brauchen, um das Bike weiterzuentwickeln. Der einzige Weg, das zu tun, ist am Limit zu fahren. Deshalb ist es wichtig, dass ich hier fahre. Zuhause zu bleiben wäre für meine Verletzung vielleicht besser gewesen, aber das wollte ich nicht.“

„Ich will Rennen fahren und KTM bei der Weiterentwicklung helfen. Das haben sie einfach verdient“, so Espargaro. Für die MotoGP-Saison 2020 ist er bislang der einzige bestätigte Fahrer im österreichischen Werksteam. Wer in der neuen Saison das Bike von Johann Zarco bekommt, steht noch nicht fest. Mika Kallio, der das Zarco-Bike vorerst bis Saisonende 2019 übernommen hat, ist einer der Kandidaten.