Im FT3 bringt ich Valentino Rossi um den direkten Q2-Einzug und fährt im Q1 keine gute Runde – Bei hohen Temperaturen ist Rossi nicht konkurrenzfähig

Die Fans von Lokalmatador Valentino Rossi sahen im Qualifying zum Italien-Grand-Prix in Mugello eine enttäuschende Vorstellung ihres Idols. Rossi musste nach einem Fahrfehler im dritten Freien Training den Umweg über das Q1 gehen. Für den Pole-Setter des Vorjahrs sollte diese Übung eigentlich keine Hürde darstellen, doch im Q1 gelang Rossi nur die achtbeste Zeit. Damit war der Tag vorzeitig beendet: Startplatz 18 beim wohl wichtigsten Grand Prix der Saison.

„Ich erwartete, ein bisschen stärker zu sein, weil wir im vergangenen Jahr ein gutes Wochenende hatten und uns in einigen Bereichen verbessern konnten. Aber wir haben seit Freitag zu kämpfen. Am Freitag lag ich sehr weit zurück“, bedauert die Startnummer 46.

„Heute lief es besser. Wir konnten unsere Rundenzeiten verbessern. Leider machte ich am Vormittag bei der entscheidenden Runde in der letzten Kurve einen Fehler. Ich war schnell genug, um es ins Q2 zu schaffen. Das war der Schlüsselmoment“, ärgert sich Rossi über seinen Fehler im FT3. „Wenn ich den Fehler nicht gemacht hätte, wäre der Tag ganz anders gelaufen“, ist er überzeugt.

Viele prominente Namen im Q1

„Im Q1 trafen wir auf viele schnelle Fahrer, vor allem Dovizioso und Pirro waren schnell. Ich wusste, dass es sehr schwierig wird. Ich versuchte es, aber bereits im FT4 hatte ich wieder stärker zu kämpfen. Ich war nicht besonders schnell. Ich nutze den Reifen, doch mein Tempo ist nicht gerade toll“, gesteht Rossi und nennt den Grund: „Wenn die Temperaturen steigen, dann bekommen wir mehr Probleme.“

„Ich weiß, dass es im Q1 schwierig ist. Ich war auf Windschatten angewiesen, doch schlussendlich müssen wir ziemlich weit hinten starten“, bemerkt Rossi, der sein schlechtestes Qualifying seit Assen 2006 zeigte.

„Von Startplatz 18 ins Rennen zu gehen, ist ziemlich hart. Man muss es aber probieren und sein Bestes geben. Ich muss einen guten Start hinlegen, konzentriert bleiben und versuchen, einige Position gutzumachen und Punkte zu holen.“

Rossis Taktikspielchen gehen nicht auf

Im Q1 lieferte sich Rossi ein strategisches Duell mit Suzuki-Pilot Alex Rins. Keiner der beiden wollte Führungsarbeit leisten. „Ich verlor eine Runde, weil ich es nicht über die Linie schaffte. Doch selbst wenn ich es geschafft hätte, wäre ich nicht schnell genug gewesen“, ist Rossi überzeugt.

Und was sagt Rins zum Durcheinander im Q1? „Alleine ist es auf dieser Strecke schwierig, vor allem mit unserem Motorrad. Wir verlieren auf der Gerade ein bisschen. Ich wollte mit Valentino fahren. Ich wollte Valentino aber nicht mitziehen und ihm einen Windschatten bieten. Er hätte mich aus dem Q2 kicken können. Er ging schlussendlich ziemlich stark vom Gas und wartete, genau wie ich. Deshalb waren wir für das Q2 raus“, schildert der Spanier.

Weltmeister Marc Marquez zeigte später im Q2, wie es richtig geht. Der Honda-Pilot nutzte Andrea Dovizioso als Orientierung und später als Windschatten-Spender. „Marquez ist sehr clever“, bestätigt Rossi. „Er positionierte sich perfekt und holte die Pole. Ansonsten hätte er es nicht geschafft. Er machte das gut. Normalerweise hat er in Mugello zu kämpfen. In diesem Jahr scheint er besser mit seinem Motorrad zu harmonieren. Ich denke, er kann morgen gewinnen.“