Danilo Petrucci und Alex Rins liefern sich in Barcelona ein enges Duell mit dem besseren Ausgang für den Ducati-Fahrer. Beide hatten mit der Traktion zu kämpfen.

Einer der spannendsten Zweikämpfe beim Grand Prix von Katalonien war jener zwischen Danilo Petrucci (Ducati) und Alex Rins (Suzuki). Nach dem Unfall rund um Jorge Lorenzo befanden sich Petrucci und Rins auf den Plätzen zwei und drei. Rundenlang belauerten sich die beiden. „Mir war klar, dass Alex schnell ist. Er hat mehrmals versucht mich zu überholen, zweimal am Ende der Geraden“, schildert „Petrux“. „Ich konnte immer sofort kontern.“

Bei Rennhalbzeit fand Rins einen Weg vorbei, aber dann konterte wieder Petrucci. Die entscheidende Szene spielte sich zu Beginn von Runde 18 ab. Rins versuchte die Ducati vor Kurve 1 auszubremsen, aber es wurde knapp. Er wich dem Hinterrad von Petrux gerade noch aus. Dann schaukelte sich die Suzuki auf und Rins wäre beinahe spektakulär abgeflogen.

„Ich wäre fast gestürzt“, sagt Alex Rins und erklärt: „Wenn ich vor Kurve 1 aufrecht gebremst habe, war es gut. Aber wenn ich mich in Schräglage gelegt habe, war es kaum zu kontrollieren.“ Er führt das auf ein Problem mit dem Hinterreifen zurück: „In der ersten Kurve, in der dritten Kurve – überall hatte ich mit der rechten Seite des Hinterreifens Rutscher. Es war schwierig, den Reifen optimal zu nutzen.“

We don't dare look! How close was that?! 😮Amazing bike skill for Alex Rins to avoid contact with Danilo Petrucci! 👏#CatalanGP

Gepostet von MotoGP am Sonntag, 16. Juni 2019

„Ich war am Kurveneingang schneller als Petrucci, aber am Kurvenausgang habe ich wegen des Reifens viel verloren. Als ich ihn überholt hatte, versuchte ich zwei Runden lang zu pushen, aber es war unmöglich, einen kleinen Vorsprung herauszufahren. Das ganze Wochenende waren wir im letzten Sektor sehr stark. Im Rennen haben wir dort viel Zeit verloren.“

„Ich habe den Medium-Hinterreifen verwendet, der aus drei Mischungen besteht. Wenn ich das Motorrad aufgerichtet und auf der Mischung in der Mitte des Reifens beschleunigt habe, war die Traktion perfekt. Wir hatten aber definitiv ein Problem mit dem Reifen, denn dieses merkwürdige Gefühl hatte ich das ganze Wochenende nicht.“

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Petrucci gibt sich mit Platz drei zufrieden

Alex Rins konnte den Sturz vermeiden, fuhr durch die asphaltierte Auslaufzone von Kurve 1 und reihte sich hinter seinem Suzuki-Teamkollegen Joan Mir als Siebenter wieder ein. In der Schlussphase konnte er noch Mir und Jack Miller (Pramac-Ducati) überholen. Somit kam Rins als Vierter ins Ziel. Danilo Petrucci verlor in den letzten Runden noch Platz zwei an Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) und kletterte als Dritter auf das Podest.

„Fabio war etwas schneller als ich. Drei Runden vor Rennende habe ich mir gesagt, dass Platz drei gut ist“, sagt Danilo Petrucci. „Ich bin mit diesem dritten Platz sehr zufrieden. Leider habe ich an diesem Wochenende nicht zu den schnellsten Fahrern gezählt. Wir hatten immer Probleme mit mangelnder Traktion beim Hinterreifen.“ Es war sein dritter Podestplatz hintereinander.

Zum Duell mit Alex Rins meint „Petrux“: „Einmal probierte er es in Kurve 4 auf der Innenseite und wir haben uns hart berührt. Ich sah, dass auch er Probleme hat. Wir saßen im gleichen Boot. Deswegen habe ich ihn wieder attackiert.“ Nach sieben Rennen ist Alex Rins in der Weltmeisterschaft Dritter. Danilo Petrucci folgt auf Rang vier. Ihr Rückstand auf Marc Marquez (Honda) beträgt 39 beziehungsweise 42 WM-Punkte.

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